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Bildungs-Bonus jetzt umsetzen!

Erstellt am Montag, den 16. Feb. 2009

"Die ÖVP Burgenland setzt in der Jugendpolitik seit jeher auf Innovation, Konsequenz und Nachhaltigkeit. Das hat und wird uns auch künftig von politischen Mitbewerbern unterscheiden", so ÖVP-Jugendsprecher Christian Sagartz. Der jüngsten JVP-Forderung nach einem Bildungs-Bonus für junge Burgenländer, die für Bildungszwecke ins Ausland gehen, wird mit einer eigenen Kampagne Nachdruck verliehen. Jugendarbeit hat in der ÖVP einen besonderen Stellenwert: "Die Junge ÖVP Burgenland ist als eine der sechs gleichberechtigten Teilorganisationen der Volkspartei. Die bündische Struktur der ÖVP ist somit der Garant, dass die Interessen aller Generationen gleichberechtigt und konsequent vertreten sind. Der Obmann der Jungen ÖVP ist mit Sitz und Stimme in den höchsten Parteigremien vertreten", erklärt Sagartz.

Nachhaltige Strukturen sind gerade in der Jugendarbeit Ausnahmeerscheinungen: „Die Mitgliederzahlen der JVP wachsen seit Jahren rapide an. Derzeit gibt es über 3.000 Mitglieder und 86 Ortsgruppen im Verband der Landesorganisationen. Damit ist die JVP die größte politische Jugendorganisation des Landes“, so Sagartz. „Da ich selbst in der Jungen ÖVP verantwortlich sein durfte, weiß ich diese Leistung zu schätzen. Christoph Wolf und sein Team geben organisatorisch Vollgas und bringen sich auch inhaltlich in die Jugendarbeit im Burgenland konsequent ein.“

Für eine Jugendorganisation ist das Thema „Mitbestimmung“ schon naturgemäß immer aktuell. Was authentische Jugendarbeit bedeutet und bewegen kann, bewies nicht zuletzt Wählen mit 16: „Die mittlerweile vollzogene und bundesweit erprobte Wahlaltersenkung war zu keiner Zeit und in keiner politischen Gruppierung unumstritten. Es waren harte Lobbying-Arbeit und viel Überzeugungskraft notwendig, um dieser politischen Idee, jungen Menschen das Stimmrecht zu geben, zum Durchbruch zu verhelfen“, so Sagartz.
Aber es war auch eine „gute Schule“ für alle Jugendvertreter: „Wählen mit 16 war rückblickend betrachtet jenes Thema, das meine Zeit als Jugendfunktionär am stärksten geprägt hat. Die Wahlaltersenkung hat aber auch bewiesen, dass ein Schulterschluss über Parteigrenzen hinweg sinnvoll und sogar ein 4-Parteien-Antrag im Landtag auf Initiative der Jugendorganisationen möglich ist“, freut sich Sagartz, der insgesamt 6 Jahre Obmann der Jungen ÖVP Burgenland war.

Im Landtag eingebracht: JVP fordert Bildungs-Bonus
Einen Bonus in Höhe von 500,- Euro soll jenen jungen Burgenländern zugute kommen, die für Ausbildungszwecke ins Ausland gehen müssen: In einigen Bundesländern gibt es bereits Modelle, jungen Menschen einen Auslandsaufenthalt zu Bildungszwecken zu erleichtern. Sieht man von den finanziellen Belastungen eines solchen Auslandsaufenthaltes ab, sind auch Fragen der Anrechnung von im Ausland erworbenen Zeugnissen, Diplomen etc. und die Auswahl der ausländischen Bildungsinstitute weitere Hürden für junge Menschen. Schon jetzt bietet die Jugend-Info Burgenland des Landesjugendreferates optimale und zielgerichtete Unterstützung für Jugendliche an, die einen Auslandsaufenthalt planen. Dieses Angebot soll nun um eine finanzielle Unterstützung des Landes in Höhe von 500,- Euro für jede Burgenländerin bzw. für jeden Burgenländer unter 27 Jahren erweitert werden, der zu Ausbildungszwecken ins Ausland geht.

Die Gewährung der Förderung soll an strenge Richtlinien gebunden sein. So soll der Nachweis eines Bildungserfolges in Form von Zeugnissen, Diplomen etc. zwingende Voraussetzung zur Gewährung der Förderung sein. Weiters verfassen die FördernehmerInnen einen schriftlichen Bericht und bieten damit anderen Jugendlichen die Möglichkeit, von ihren Erfahrungen im Ausland zu profitieren. Best-pratice-Beispiele werden auf der Homepage des Landesjugendreferates veröffentlicht und damit auch anderen an Auslandsaufenthalten interessierten Jugendlichen zugänglich gemacht.

Der Antrag ist bereits eingelaufen und wird in der nächsten Ausschuss-Sitzung am 4. März 2009 zum ersten Mal mit allen Fraktionen diskutiert.

Christoph Wolf: „JVP hat sich als Ideenbringer in der Jugendarbeit bewährt“
In den letzten Monaten gab es viele Neuerungen in der Jugendarbeit, die erfolgreich umgesetzt und angewandt wurden:
       Jugendbeirat wurde aufgewertet; gesetzliche Rechte des Beirates bei der Vergabe von Förderungen werden aber von den SPÖ-Regierungsmitgliedern konsequent ignoriert.  
       Im Beirat werden alle Parteien und Vertreter von Jugendorganisationen gleichberechtigt eingebunden.
       Landesjugendforum als Plattform aller Jugendorganisationen hat sich bewährt.
       Jugendförderungsgesetz wurde novelliert – und wird jetzt von der SPÖ ignoriert.
       ÖVP setzt gemeinsam mit jungen Funktionären ein Mentoring-Programm fort (21 junge Burgenländer nehmen aktuell daran teil; Startschuss für das neue Programm ist eine Auftaktveranstaltung am 20. Feber in Großpetersdorf)
       ÖVP ist die einzige Landtagsfraktion mit authentischen Jugendvertretern in gesetzgebenden Körperschaften und Gremien (über 300 Jugend-Gemeinderäte)

JVP startet Kampagne zum Bildungsbonus
Die Idee des Bildungsbonus soll unter die jungen Leute kommen. 5.000 freecards, 1.000 Plakate und ein Zielgruppenbrief sind der Startschuss für eine großangelegte Kampagne zur Bewerbung unserer politischen Forderung. Auch an den Fachhochschul-Standorten soll auf das Thema aufmerksam gemacht werden. „Bei Wählen mit 16 hat sich die konsequente Kampagne letztendlich bezahlt gemacht. Beim Bildungsbonus könnte dieser Weg ebenso erfolgreich enden“, so Wolf.

Jugendlandtag leidet unter parteipolitischer Vereinnahmung

Mit Verwunderung hat JVP-Chef Wolf die jüngsten Pressemeldungen zum Thema Jugendlandtag verfolgt: „Die Sitzungen des Jugendlandtages im Jahr 2007 und 2008 fanden jeweils in der ersten Jahreshälfte statt. Die Spielregeln, unterstützenden Maßnahmen durch die Landtagsdirektion und insbesondere die Termine des Vorbereitungsseminares und der Sitzung selbst wurden stets einvernehmlich in der Präsidiale festgelegt“, erklärt Wolf. In diesem Licht betrachtet, ist die Ankündigung von SPÖ-Klubobmann Illedits, der nächste Jugendlandtag fände im Oktober statt, eine Missachtung aller anderen Parteien. „Dieser Termin ist reine Willkür der SPÖ. Er ist meines Wissens nach ja nicht einmal mit dem Präsidenten des Landtages abgesprochen, der als einziger eine solche Termin-Entscheidung treffen könnte.“

Auch für die Begründung der Terminfestlegung zeigt Wolf kein Verständnis: „Klubobmann Illedits will einen Termin, der nicht an die EU-Wahl streift. Gerade das wäre aber eine passende Chance gewesen, die Bedeutung der Europäischen Integration mit jungen Menschen zu diskutieren und Anträge in diese Richtung zu verabschieden.“

Die Auswahl des Sitzungstermins ist grundsätzlich eine Kleinigkeit. An dieser lasse sich aber gut zeigen, woran es beim Jugendlandtag krankt: „Die SPÖ sieht den Jugendlandtag als Privatbesitz und Selbstbedienungsladen. Das zeigte sich auch in den Vorbereitungsseminaren und später dann in den Sitzungen: Wer nicht auf Linie der SPÖ-Fraktion ist, über den wird drübergefahren.“ Trotz mehrerer Veränderungsvorschläge bleibt die Aufteilung im Jugendlandtag unfair und für die Sozialdemokraten „mehrheitsfreundlich“.
Wolf: „Wir hätten uns zumindest eine bescheidene Anpassung der Spielregeln erhofft und haben deshalb unsere Ideen mit den Mitgliedern der Landtagspräsidiale und anderen ehemaligen Jung-Abgeordneten diskutiert. Bisher fehlt aber jede Reaktion.“
Dass man mit der Zusammensetzung nicht einverstanden ist, bedeute aber nicht, dass sich die JVP nicht unvermindert einbringen wird: „Die Themen Arbeitsplätze und Beschäftigung sind topaktuell. Wir werden hier unsere Vorstellung einerseits im Vorbereitungsseminar und andererseits in der Sitzung selbst präsentieren.“

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