
Unser demokratischer Rechtsstaat ist die wichtigste Errungenschaft, die Österreich vorzuweisen hat. Die Junge ÖVP Burgenland bekennt sich als Teil dieses Rechtsstaates zu dessen Prinzipien und Grundsätzen und sieht es als eine unserer wichtigsten Aufgaben diese zu leben, zu bewahren und zu verteidigen:
Wir sprechen uns für die Sicherung und Verteidigung der Grundrechte jedes Menschen aus.
Das Recht auf die Möglichkeit der freien und selbstbestimmten Entfaltung schließt die Verantwortung mit ein, keine anderen Mitglieder unserer Gemeinschaft in ihrer Freiheit oder in ihren Grundrechten zu beschneiden.
Um eine freie Entfaltung gewährleisten zu können, darf es keine Bevormundung und Entmündigung durch den Staat geben. Vielmehr sind die Stärkung der Selbstverantwortung des einzelnen, sowie Schaffung von Leistungsanreizen zu forcieren und zu unterstützen.
Der Schutz seiner Bürger durch einen starken und verlässlichen Rechtsstaat ist eine der wichtigsten Aufgaben des Staates. Trotz eines starken Rechtsstaats darf es keine staatliche Allmacht in der Gerichtsbarkeit geben. Daher braucht eine starke Demokratie, eine strikte Gewaltenteilung und eine unabhängige und faire Gerichtsbarkeit, deren Handeln transparent und für jeden Bürger nachvollziehbar ist.
Bekämpfung von Kriminalität, vor allem zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, ist der Jungen Volkspartei ein besonderes Anliegen. Wir sprechen uns daher für die strikte Verfolgung und harte Strafen gegen jene aus, die Kindern und Jugendlichen psychische oder physische Gewalt antun. Ein bundesweit einheitliches Jugendschutzgesetz ist aus unserer Sicht ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
Die Junge ÖVP bekennt sich zu einer umfassenden (militärischen und zivilen) Landesverteidigung, die unsere Gemeinschaft vor äußeren Gefahren schützt. Dies schließt auch die Beibehaltung der Allgemeinen Wehrpflicht mit Wehr- und Zivildienst ein. Bei der Gestaltung des Wehr- und Zivildienstes ist es uns ein besonderes Anliegen, die persönliche Entwicklung und die beruflichen Chancen der Jugend durch die Absolvierung eines Dienstes zu verbessern und nicht zu behindern. Beide Dienste sollen für junge Menschen eine wichtige und bereichernde Lebenserfahrung sein.
Sinkende Wahlbeteiligungen sind in unserer Zeit leider ein ständiger Begleiter bei Wahlen aller Art im öffentlichen Bereich. Tatsache ist allerdings, dass eine demokratische Mitbeteiligung der Bürger wichtig ist. Unserer Ansicht nach muss man daher innovative und zukunftsweisende Methoden finden, um die Bürger einzuladen von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Die Kommunikation im öffentlichen Leben, sei es Amtswege zu erledigen oder Lehrveranstaltungs- und Prüfungsanmeldungen zu machen, verlagert sich immer mehr auf das Internet. Ein großer Teil des Postverkehrs wird ebenfalls bereits per E-Mail abgewickelt. Wenn also Möglichkeiten wie die der Briefwahl bereits eingeführt und akzeptiert sind, wäre die logische Fortsetzung dieser Entwicklung demnach auch Wahlen über das Internet abzuwickeln. Wichtig ist, die höchst mögliche Sicherheit für diese Art der Stimmabgabe zu garantieren – die technischen Voraussetzungen dafür sind bereits vorhanden. Der Vorwurf der Verletzung des geheimen Wahlrechts ist daher in keinem Maße mehr berührt, als bei der Stimmabgabe per Brief.

Jungen Menschen müssen Zukunftsperspektiven und Chancen eröffnet und ermöglicht werden, daher lehnen wir eine pauschale Verurteilung der jungen Menschen ab. Es ist richtig, dass die steigenden Zahlen im Bereich der Jugendkriminalität alarmierend sind und eine Herausforderung für die Politik und die Gesellschaft darstellen, doch wir dürfen nicht alle jungen Menschen als gewaltbereit verurteilen.
Das zentrale Ziel müsse es sein, die Prävention in den Mittelpunkt zu rücken und jenen Jugendlichen zu helfen, die Unterstützung benötigen. Die Abschiebung Jugendlicher in Jugendcamps stellt keine Lösung dar. Weiters muss über alternative Lösungsmöglichkeiten nachgedacht werden. Die verstärkte Unterstützung der Eltern in der Erziehungsarbeit ist eine konkrete Hilfeleistung. Ebenso spricht sich die Junge ÖVP für mehr psychologische und soziale Beratung an den Schulen aus.
In Betrachtung aller Bundesländer ist das Burgenland eines mit der geringsten Kriminalität, die auf keinen Fall unbeachtet bleiben darf. Jedoch haben wir im Burgenland keine Großstädte, bei uns dominieren die Gemeinschaft untereinander, das Vertraute und die Familie. Hier muss man sehr wohl differenzieren und das Burgenland als solches betrachten.

Beim Erarbeiten und Umsetzen neuer Gesetzesmaterien soll explizit auf deren Auswirkungen auf künftige Generationen Rücksicht genommen werden. Nachhaltigkeit anstatt "Loch-auf-Loch-zu-Politik" für Budget-Kosmetik sind ein Gebot der Stunde. Immerhin blieben die Fragen nach einer Finanzierung der Bank-Burgenland-Schulden sowie die künftige EU-Förderungspolitik weiterhin unbeantwortet. Alle Normen sollen einem Generationen-Check unterzogen werden, um Auswirkungen auf bestimmte Generationen vorab zu untersuchen und aufzuzeigen. Es handelt sich hierbei um ein wichtiges Instrument, Generationengerechtigkeit zu schaffen und die enorme temporäre Tragweite mancher Entscheidungen insbesondere im Bereich der Sozialversicherungen besser verdeutlichen zu können.
Im Sinne einer maximalen Partizipation der Jugend, fordern wir eine verpflichtende Überprüfung von legistischen Vorhaben auf Landes- und Bundesebene auf ihre Jugendverträglichkeit. Durch dieses objektive Begutachtungsverfahren sollen negative Auswirkungen von politischen Entscheidungen auf die Zukunft von Jugendlichen (z.B. Umweltschäden, Schulden, Verschlechterungen im Bildungs-, Gesundheits-, oder Pensionssystem) vermieden werden. Bei Entscheidungen, die die Jugendlichen auf Gemeindeebene betreffen, fordern die verpflichtende Einführung von Jugendbeteiligungsmodellen in jeder burgenländischen Gemeinde.

Um eine freie und selbstbestimmte Entwicklung Jugendlicher zu mündigen Bürgern zu ermöglichen, sind neben den Angeboten der öffentlichen Hand, auch die Angebote der offenen Jugendarbeit verstärkt zu forcieren. Vor allem die Angebote der verbandlichen Jugendarbeit (Vereine) sind in besonderem Maße zu unterstützen, da sie besonderes Engagement der Jugend voraussetzen und damit die Entwicklung Jugendlicher zu selbstverantwortlichen Mitgliedern und aktiven Gestaltern unserer Gesellschaft fördern. Wir fordern deshalb eine Umverteilung der für Jugendarbeit zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel zugunsten der verbandlichen Jugendarbeit, sowie eine strengere Evaluation der Institutionen der offenen und verbandlichen Jugendarbeit im Sinne des Leistungsprinzips.
Die Jugendlichen und Jungfamilien sind von der Teuerung ebenso betroffen wie Pensionisten. Es muss vielmehr um die Erhaltung der Pensionen von heute und morgen gehen. Als Junge ÖVP sprechen wir uns in diesem Zusammenhang dafür aus, bestehende Staatsschulden abzubauen und keine neuen Schulden zu machen. Außerdem ist es in Frage zu stellen, inwiefern der Pensionistenpreisindex als objektives Kriterium anzuerkennen ist, da dieser von den Pensionistenvertretern selbst in Auftrag gegeben wird. Daher fordern wir Sozialminister Buchinger auf, einen Jugend- und Familienindex erstellen zu lassen, der die Mehrkosten für diese Zielgruppe errechnet. Denn wenn Pensionisten eine Abgeltung der Teuerung erhalten, so sollten Jugendliche in gleichem Ausmaß finanziell unterstützt werden.
Die Nachhaltigkeit sollte als oberster politischer Leitsatz definiert werden. Bei allen Entscheidungen sollten Auswirkungen nicht nur für die jetzt betroffene Generation sondern auch für zukünftige Generationen berücksichtigt werden. Ganz allgemein sollte eine Generation nicht mehr Ressourcen verbrauchen als sie selbst in das Systemgefüge eingebracht hat. Ansonsten werden alle nachfolgenden Generationen durch den übermäßigen Ressourcenverbrauch in ihrer eigenen Handlungsfreiheit beschnitten.
Neben den Regelungen des Art 7 B-VG („Alle Bundesbürger sind vor dem Gesetz gleich. Vorrechte der Geburt, des Geschlechtes, des Standes, der Klasse und des Bekenntnisses sind ausgeschlossen. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“) sollte auch ein Diskriminierungsverbot hinsichtlich des Alters Eingang in die Grundrechte finden. Besonders hervorzuheben ist eine Richtlinie der Europäischen Kommission, die eine Ungleichbehandlung hinsichtlich der Entlohnung nur aufgrund des Alters für unzulässig erklärt hat.

Um die Repräsentanz der Ideen aller Generationen zu gewährleisten und ein wirkliches Abbild der repräsentierten Gesellschaft in den Vertretungsorganen zu gewährleisten, müssen auch alle Generationen mit Sitz und Stimme in den Vertretungsorganen auf allen Ebenen (Ort, Gemeinde, Land, Bund, Europa) vertreten sein. Die Gleichberechtigung der Jugend- und Seniorenvertreter als akzeptierte Gesprächs-, Verhandlungs- und Entscheidungspartner sollte in einer Gesellschaft, deren Altersstruktur sich verändert, zur Selbstverständlichkeit werden. Wir fordern daher von allen Verantwortungsträgern der österreichischen Politik die uneingeschränkte Akzeptanz und ausnahmslose Berücksichtigung der Bundesjugendvertretung und des Österreichischen Seniorenrates als Sozialpartner in der Praxis.

Wir fordern einen günstigen Tarif für alle unter 26-Jährigen, statt Rabatten für Studierende, Lehrlinge, Schüler/innen. Alle Jugendlichen sollen gleich behandelt werden, unabhängig vom Beruf bzw. der Ausbildung. Daher unterstützen wir die Forderung eines „Österreichticket“ und fordern die rasche Umsetzung im Interesse der jungen Menschen.
Die Junge ÖVP hat es durch ihre langjährige Tradition geschafft, viele Ortsgruppen im ganzen Burgenland aufzubauen. Unser Ziel ist es jedoch, in jeder Ortschaft einen Jugendlichen Ansprechpartner zu haben. Im besten Fall soll in jeder Ortschaft eine Ortsgruppe der Jungen ÖVP gegründet werden. Dadurch ist sichergestellt, dass Jugendliche einen direkten Ansprechpartner in ihren Gemeinden haben und sie somit die Möglichkeit haben Politik aktiv mitzugestalten. Wir wollen es möglichst vielen jungen Menschen die Chance geben, selbst an ihrer Zukunft mitzugestalten.
Nicht nur auf Ortsebene, sondern auch auf Landes- und Bundesebene ist dies möglich. Fragen und Anregungen können somit an die Stelle weitergegeben werden, die auch Einfluss auf den Entscheidungsprozess nehmen kann.
Wir als JVP treten dafür ein, dass es eine Reform zur Verjüngung aller Organe kommen muss. Im konkreten könnte dies sein, dass es verpflichtend ist, in jedem Gemeinderat ein Mitglied unter 30 Jahren an wählbare Stelle zu setzen. Selbiges wäre auch für den burgenländischen Landtag, den Bundesrat und den Nationalrat wünschenswert. Denn schließlich können nur Jugendliche selbst am authentischten die Anliegen der Jugend vertreten und dafür einsetzen.

Beinahe 1000 Musiker im Burgenland sind angewiesen auf finanzielle Mittel, die sie selten bekommen, um sich nur ansatzweise ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Der Österreichische Musikfonds zahlt nur an bereits etablierte Bands sein Vermögen aus. Hier fordern wir konkret die Etablierung eines Burgenländischen Musikfonds, der gezielt unter fachmännischer Führung junge Musiker und junge Bands fördert. Wir möchten weg vom kommerziellen „Starmania“ denken hin zur Kreativität junger Menschen ohne Vorgaben von großen Musikproudzenten, nur um den späteren Umsatz zu garantieren. Die JVP möchte allen jungen Musikern ermöglichen, sich zu präsentieren, ihren eigenen Musikstil und ihre eigenen Musikstücke zu präsentieren. Der Band Contest ist ein Anfang, jedoch macht Geld die Musik – in diesem Sinne fordern wir mehr Geld für junge Bands und Musiker!

Besonders für junge Menschen stellt die persönliche Mobilität eine wichtige Grundvoraussetzung für die Schaffung der eigenen Existenz dar. Egal ob zur Bewältigung des täglichen Weges zur Ausbildungsstätte bzw. zum Arbeitsplatz oder in der Freizeit, leistungsfähige Verkehrsmittel sind ein wesentlicher Schlüssel zur persönlichen Freiheit, Entfaltung und Entwicklung junger Menschen. Der Ausbau, sowie die Aufrechterhaltung von leistungsfähigen Verkehrswegen setzen hohe Investitionen und damit verbundene Kosten voraus. Diese Kosten können alleine durch die öffentliche Hand nicht mehr getragen werden. Daher müssen auch Möglichkeiten der privaten Finanzierung genutzt werden. Bei der Ausschöpfung dieser privaten Finanzierungsquellen ist jedoch darauf Bedacht zu nehmen, dass Jugendliche, die über kein oder nur ein geringes Einkommen verfügen, nicht über Gebühr belastet werden.
Besonders der Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel ist für Jugendliche, die vielfach noch nicht oder nur eingeschränkt die Möglichkeit haben, die Mittel des Individualverkehrs zu nutzen, besonders wichtig. Vor allem im ländlichen Raum besteht hier vielfach Nachhol- und Verbesserungsbedarf. Dies betrifft nicht nur den infrastrukturellen Ausbau, sondern auch die Verbesserung der Organisation bestehender Angebote (Frequenz und Fahrtzeiten). Stundenlange Wartezeiten, die für den Weg in die Schule oder zum Arbeitsplatz in Kauf genommen werden müssen, sind eine nicht zu tolerierende Einschränkung für die Lebensgestaltung junger Menschen. Hier sind neue und auf die Bedürfnisse Jugendlicher zugeschnittene Lösungen anzudenken. Im Sinne des Umweltschutzes ist bei der Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs und des Individualverkehrs vor allem auf die Verringerung von Schadstoffen und den sparsamen Umgang mit Rohstoffen und Energieträgern zu achten.

Der eigene Führerschein ist für uns alle der wesentlichste Schritt zur persönlichen Mobilität. Das Auto ist heute noch immer das wichtigste Transportmittel für den Weg zur Arbeit und in der Freizeit. Auch hier ist jedoch die Leistbarkeit des Führerscheins eine Grundvoraussetzung. Deshalb setzen wir uns für die Ausschöpfung möglicher Einsparungspotentiale für den Erwerb von Führerscheinen bei gleich bleibender Qualität der Ausbildung ein. So kann etwa die Abhaltung der theoretischen Fahrausbildung im Schulunterricht (z.B. im Rahmen eines Freifaches) zu einer wesentlichen Vergünstigung der Führerscheinkosten führen. Eine weitere Kostenersparnis wäre die Anrechenbarkeit der Tauglichkeitsbescheinigung als Nachweis der körperlichen Eignung zum Lenken eines Fahrzeuges zu erreichen. Für die Umsetzung beider Vorschläge sind entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen und Initiativen zu setzen.
Für viele Jugendlichen sind die Angebote des öffentlichen Verkehrs die beinahe einzige Möglichkeit zur persönlichen Mobilität. Um die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zu erleichtern, sind flächendeckende und bedarfsorientierte Angebote für die junge Zielgruppe zu entwickeln. Im Sinne der Subsidiarität sind dazu regionale und individualisierte Verkehrslösungen anzustreben. Es ist für uns eine Grundvoraussetzung, dass die betroffenen Jugendlichen bei der Auswahl, Konzeption und Umsetzung dieser individuellen Angebote (ermäßigte Taxis, Nachtbussysteme, Schulbussysteme..) unbedingt einzubinden sind, um die Bedarfsorientierung des Angebotes zu gewährleisten. Bei der Finanzierung der Angebote ist eine Drittelfinanzierung aller Beteiligten (Land, Gemeinde, Nutzer) anzustreben.

Die Junge ÖVP Burgenland unterstützt das von der Wirtschaftskammer Burgenland und dem Landesjugendreferat ausgearbeitete Projekt „Jugendtaxi Burgenland”. Dies stellt keine Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen dar, sondern ist als sinnvolle Ergänzung als weiteres Angebot anzusehen. Der Vertrieb und eine finanzielle Förderung der Jugendschecks erfolgt über die Gemeinden, somit wird die Taxifahrt für die Jugendlichen billiger. Mittlerweile beteiligen sich 17 Gemeinden des Burgenlandes an diesem Projekt und leisten so einen wertvollen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Mobilität der Jugendlichen. Das Jugendtaxi ist ein tolles Angebot für die Jugendlichen, weil es an 365 Tagen im Jahr von 0 bis 24 Uhr verwendet werden kann. Es ist vor allem für diejenigen besonders interessant, die sich nicht von fixen Fahrzeiten einschränken lassen wollen. Der Jugendscheck hat einen Wert von fünf Euro und kann bei jedem burgenländischen Taxi eingelöst werden.
Das Projekt im Detail:

Wenn man schon zur Arbeit auspendeln muss, dann muss zumindest das Angebot des Nahverkehrs passen. Derzeit leben viele Pendler aber mit unzumutbaren Zuständen: Hohe Fahrpreise bei Bus und Bahn, unzureichende Verbindungen und schlechtes Service (Verspätungen, fehlende Heizung und Klimaanlagen in den Zügen etc.). Besonders betroffen von dieser Problematik ist der Süden des Landes. Die Junge ÖVP fordert daher einen Qualitäts-Schub für Pendler. Das Land Burgenland soll bereits versprochene Verbesserungen endlich realisieren und auf die rasche Umsetzung des Generalverkehrsplanes pochen. Angesichts der neuen EU-Mitgliedsstaaten sollte man aber auch künftige Job-Chancen in Ungarn, Slowenien und der Slowakei für Burgenländer in Betracht ziehen und Verkehrsnetze anpassen. Um die Interessen der Pendler besser vertreten zu können, sollte das Land Burgenland ein effizientes Netzwerk (Ombudsmann, Ansprechpartner, aber auch eine Internet-Plattform) für Betroffene etablieren.
Persönliche, individuelle Mobilität ist ein Schlüsselfaktor für den Berufseinstieg und das Weiterkommen im Beruf, aber auch in der Freizeitgestaltung nicht unerheblich. Junge Menschen mit guter Ausbildung sind ein wichtiger Erfolgsfaktor. Mobilität – geistig wie physisch – ist ein Gebot der Stunde.
Mobilität spielt vor allem im ländlichen Raum eine besondere Rolle: Ausbildungs- und Wohnort liegen nur selten beieinander. Kinder werden bereits frühzeitig zu Pendlern. Höhere Schulen sind mit Schulbussen oft leicht erreichbar, Lehrlinge erreichen Betriebe meistens schon schwerer. Der Mopedschein, der ab 15 Jahren erworben werden kann, ist zwar hilfreich, im Winter ist das Fahren mit dem Moped jedoch praktisch unmöglich. Somit wird die Busverbindung zum Kriterium für den späteren Beruf.
Die Junge ÖVP Burgenland setzt sich dafür ein, dass junge Menschen den Führerschein mit 16 Jahren bekommen können. Die gewohnten Modelle (Ausbildung in der Fahrschule, beginnend somit frühestens mit 15 ½ Jahren, sowie Kombination Fahrschule und Praxiskilometer, beginnend mit 15 Jahren) bleiben unangetastet und werden nur altersmäßig verschoben. Erhalt des Führerscheins ist frühestens am 16. Geburtstag.
Folgende Begleitmaßnahmen sollen für noch mehr Sicherheit sorgen:
Folgende Vorteile sehen wir in der Einführung des Führerscheins mit 16:
Im Burgenland sind für ein und dieselbe Führerscheinklasse (Standard B) hohe Preisunterschiede zwischen den Fahrschulen zu bemerken. Führerscheinkosten in der Höhe von € 1.500,- sind keine Seltenheit mehr und stellen daher für viele eine große finanzielle Hürde dar. Außerdem nutzen einige Fahrschulen die Monopolstellung im Bezirk aus und verlangen beliebig hohe Preise. Da der Führerschein für Jugendliche unverzichtbar ist, müssen sie diese auch zahlen. Wir wollen, dass die Führerscheinkosten maximal € 1.000,- für einen Standard‐Führerschein der Klasse B ausmachen und diese Kostenlawine abgefedert wird. Das reicht vollkommen! Erreicht werden kann dies durch einen verminderten Steuersatz auf die Führerscheinausbildung oder einen Steuerfreibetrag für Eltern, die die Kosten übernehmen.
„Sicherheit beim Fahren“
Für Führerschein-Neulinge ist das Fahrsicherheitstraining ein unvermeidlicher Teil, aber mit hohen Kosten für jede der 3 Einheiten verbunden. Wir fordern eine Unterstützung seitens des Landes für absolvierte Fahrsicherheitseinheiten. Einige Gemeinden (vor allem ÖVP-Gemeinden) tun dies bereits für Jugendliche, die den Führerschein machen.
„einmal geschafft reicht“
Bei Absolvierung der Führerscheinklassen A, C, und E mit 18 Jahren muss der gesamte Theoriekurs, die bereits beim L-17-Theoriekurs gelernt und abgeprüft wurde wiederholt werden und vor allem sind nochmals die Prüfungskosten zu bezahlen. Doppelt kassiert garantiert, aber keine doppeltes Wissen bzw. doppelte Erfahrung!
„nach Hause – aber schnell“
Schüler sind viel zu oft gezwungen über eine Stunde auf eine Fahrgelegenheit nach Hause zu warten, weil sich das Ende der letzten Schulstunde sich exakt mit den Busfahrplänen überschneidet. Diese Bedingungen sind unmenschlich und unnötig. Vor allem in Schulzentren wie in Oberwart oder Eisenstadt könnte eine Angleichung der Fahrzeiten an die Unterrichtszeiten erfolgen.
Wir fordern einen günstigen Tarif für alle unter 26-Jährigen, statt Rabatte für Studierende, Lehrlinge, Schüler/innen. Alle Jugendlichen sollen gleich behandelt werden, unabhängig vom Beruf oder Ausbildung. Außerdem haben nur wenig Jugendliche eine gute öffentliche Verkehrsanbindung vor der Haustür, andere sind auf stundenlange Busfahrt angewiesen und müssen dafür noch mehr zahlen. Diese Jugendcard soll für alle Öffentlichen Beförderungsmittel in Österreich gelten, egal ob Bahn- oder Busverbindung in der Region existieren. Vorbild für diese Perspektive ist die Vorteilscard für alle unter 26 der ÖBB.

Das Internet hat einen immensen Siegeszug in den letzten Jahrzehnten hinter sich. Es ist gleichermaßen wichtig für Bildung, Information, Freizeit, soziales Netzwerken und kaum jemand kann sich diesem Medium mehr entziehen. Besonders aus dem Schul- und Universitätsalltag ist dieses Medium nicht mehr wegzudenken. Um in dieser Entwicklung Schritt halten zu können muss der Jugend der Zugang zu diesem Medium gewährleistet werden. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wäre die burgenlandweite Einführung von drahtlosem Internet auf öffentlichen Plätzen.
Die zentrale Forderung der Jungen ÖVP Burgenland ist die Mindestlehrlingsentschädigung von € 500,- im 1. Lehrjahr. Es ist nicht einzusehen, warum es zwar ein gesetzliches Existenzminimum gibt und einen Mindestlohn geben wird, bei den Lehrlingen nach unten hin jedoch keine Grenzen gesetzt werden. Mit der € 500,- Mindestlehrlingsentschädigung will die JVP den niedrigen Entschädigungen, die zum Teil unter € 300,- ausfallen, den Kampf ansagen und die Spanne im 1. Lehrjahr verkleinern.
Es ist zwar in einigen Branchen über den Kollektivvertrag geregelt, dass die Betriebe die Internatskosten der Lehrlinge übernehmen, in vielen anderen Branchen allerdings nicht. Meist dort, wo die Lehrlinge ohnedies eine niedrigere Lehrlingsentschädigung erhalten. „Zieht man die Internatskosten von den Lehrlingsentschädigungen ab, so bleibt vielen nichts mehr übrig!“, kritisiert Wolf. Für die JVP Burgenland ist daher klar, dass die Übernahme der Internatskosten durch die Dienstgeber in allen Branchen erklärtes Ziel sein muss. Vor allem für kleinere Betriebe darf dies allerdings zu keiner großen Belastung werden. Eine Unterstützung aus öffentlicher Hand für die Kostenübernahme durch die Betriebe wäre eine logische Folgerung!
Komplexe Regelungen und unzählige Formulare machen es für einen Lehrling schwer, den Durchblick zu erhalten. Optimal wäre aus Sicht der JVP Burgenland eine zentrale Anlaufstelle mit einem umfangreichen, aber überschaubaren Formular. Daraufhin soll von dieser Anlaufstelle jegliche Unterstützung zugeteilt werden. Es ist extrem schwer, bei diesem Formulardschungel den Überblick zu bewahren. Es ist unglaublich, was Behörden hier von 15jährigen verlangen. Die JVP bietet daher Interessierten mit Broschüre nicht nur die Basisinformation, sondern leistet ebenso Unterstützung bei der Antragsstellung. Die JVP stellt den Lehrlingsfolder zur Verfügung, damit angehenden und bereits in Ausbildung befindlichen Lehrlingen neue und zusätzliche Wege zur finanziellen Förderung aufgezeigt werden.

Der Großteil der Lehrlinge weiß über Wichtigkeit der Weiterbildung Bescheid. Jedoch sind Lehrlingen dabei Grenzen gesetzt. Die freiwillige Weiterbildung muss finanziell unterstützt werden. Junge Menschen möchten noch immer weitere Qualifikationen erhalten und das gilt es zu fördern. Die Kosten zur Ausbildung zum Jung-Sommelier als Beispiel übersteigen die finanziellen Möglichkeiten eines Lehrlings. Hier steht die Junge ÖVP Burgenland für eine Förderung von Fachseminaren im Ausmaß von mindestens 50% der Kosten von Seiten des AMS, denn durch diese außerschulische Weiterbildung steigen die Arbeitsmarktchancen für den Lehrling enorm.
Die Junge ÖVP Burgenland möchte den Pauschalbetrag für auswärtige Berufsausbildung von derzeit € 110,- auf € 330,- verdreifachen. Diesen Absetzbetrag der Arbeitnehmerveranlagung erhält jeder Schüler und Lehrling (bei Minderjährigen die Eltern) pro Monat für den Aufwand des Internates oder der Fahrtkosten. Der Betrag wurde seit seiner Einführung nicht valorisiert und greift, wenn das Internat weiter als 25km vom Wohnort entfernt ist. Die JVP möchte diese Erhöhung, um die Internatskosten für die Lehrlinge zu reduzieren und um anfallende Fahrtkosten finanziell auszugleichen.
Die Beibehaltung des dualen Ausbildungssystems ist für uns eine Grundvoraussetzung dafür, Lehrlingen die notwendigen Schlüsselqualifikationen für ihr späteres Berufsleben zu vermitteln. Zur Schaffung weiterer Wahlmöglichkeiten und um jungen Menschen zusätzliche Flexibilität am Arbeitsmarkt zu bieten, ist eine weitere Modularisierung der Lehrlingsausbildung sowie die Entrümpelung der Lehrpläne anzustreben bzw. Ausbildungsformen, die mit Lehreberuf und Matura abschließen, zu fördern. Dies würde Jugendlichen ermöglichen, mit einer abgeschlossenen Lehrausbildung mehrere Berufe ergreifen können.
In der heutigen Zeit werden junge Mitarbeiter eher selten in traditionellen Arbeitsverhältnissen beschäftigt. Der Trend geht - gerade für besser ausgebildete junge Leute - in Richtung „Neue Selbständige“. Damit sind Personen gemeint, die auf Werkvertragsebene arbeiten oder die ihre persönliche Dienstleistung freiberuflich anbieten. Oftmals können jene nicht einmal auf eine standesrechtliche Vertretung zurückgreifen, da sich die beiden zuständigen Körperschaften, Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer, für sie nicht zuständig erklären. Die Junge ÖVP fordert eine Klärung hinsichtlich der standesrechtlichen Vertretungen für die Gruppe der „Neuen Selbständigen“. Gleichzeitig arbeiten junge Menschen vermehrt in prekären Arbeitsverhältnissen. Die Junge ÖVP fordert daher, dass Berufseinsteiger „ordentliche“ Arbeitsverträge mit gerechter Entlohnung erhalten.

Lehrlinge sollen vor Unterzeichnung des Lehrvertrages verbindlich auf ihre Rechte und Pflichten hingewiesen werden. In der Realität sieht dies leider oft anders aus. Was zu tun oder nicht zu tun ist, wissen die wenigsten. Erst in Problemfällen werden Arbeitnehmervertreter kontaktiert und über Rechte und Pflichten Informationen eingeholt. Um Missverständnisse zu vermeiden, klare Arbeitsbedingungen zu schaffen und ein faires Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu schaffen, fordern wir eine verpflichtende Aufklärung seitens des Arbeitgebers über die Rechte und Pflichten von Lehrlingen. Der Lehrling soll in einem kurzen Formular, das zum Arbeitsvertrag dazugehört, dies bestätigen.
Zur Verbesserung der Praxisorientierung der Lehrlingsausbildung an den Berufsschulen sind Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass die Betriebe besser über den jeweiligen Stand der Ausbildungsinhalte in den Berufsschulen informiert werden. Im Gegenzug müssen die inhaltlichen Anforderungen der Betriebe an die Berufsschulen in regelmäßigen Abständen evaluiert werden.
Genug Lehrstellen wird es im Burgenland nur dann geben, wenn sich ausreichend Betriebe finden, die bereit sind Lehrlinge auszubilden. Dazu müssen weitere Anreize für Unternehmen zur Schaffung zusätzlicher Lehrstellen geschaffen werden (z.B. Erweiterung des BLUM Bonus). Weiters ist die Ausbildung in überbetrieblichen Lehrlingsverbünden zu forcieren, um es Klein- und Mittelbetrieben fachlich und finanziell möglich zu machen, mehr Lehrlinge auszubilden. Auch die Schutzbedingungen für Lehrlinge sind hinsichtlich ihrer Praxisorientierung und Umsetzbarkeit neu zu überarbeiten. Wir sprechen uns klar gegen staatliche Lehrwerkstätten aus, da es nicht Aufgabe des Staates ist Lehrlinge auszubilden, sondern stattdessen optimale Rahmenbedingungen für die Lehrlingsausbildung in Betrieben zu schaffen.
Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, leisten einerseits einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, andererseits erfüllen sie durch die Vermittlung von Wissen auch einen bildungspolitischen Auftrag. Es ist nicht einzusehen, warum die Ausbildungskosten – Stichwort: Lehrlingskosten während der Berufsschulzeit – vollkommen den Betrieben angelastet werden, während die Ausbildungskosten bei Schülern, welche eine weiterführende Schule besuchen, von der öffentlichen Hand getragen werden. Die JVP fordert daher eine Übernahme der Lehrlingskosten während der Berufsschulzeit durch die öffentliche Hand.
Das Ansehen der Lehre in der Öffentlichkeit hat in den letzten Jahrzehnten stark gelitten. Dieser Entwicklung ist unbedingt entgegenzuwirken. Dazu ist es notwendig, das Ansehen der Lehre und der Facharbeit bei Schülern und Eltern durch gezielte Imagekampagnen weiter zu verbessern.

Bessere Bildung bedeutet bessere Jobchancen. Mit dem Angebot für Lehrlinge, auch die Berufsmatura ablegen zu können, steht nicht nur der Weg für eine Karriere im Betrieb und Unternehmen offen, sondern es ist auch der Bildungsweg bis hin zur Fachhochschule oder Universität offen. Durch die Einführung der Berufsmatura im Jahr 1997 wurde die Durchlässigkeit für Lehrlinge, Facharbeiter und Fachschulabsolventinnen und Fachschulabsolventen verbessert. Der Einstieg in Lehre und Matura ist in allen Lehrberufen ab dem ersten Lehrjahr möglich und wird zeitgleich absolviert. Viele Lehrlinge und Fachschulabsolventinnen und Fachschulabsolventen entscheiden sich jedoch erst nach Abschluss einer Lehre oder Fachschule für eine Weiterbildung in Form der Berufsmatura, weil sie sich dadurch bessere Karrierechancen sichern wollen. Auch diesen Jugendlichen soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Durch die Öffnung des kostenfreien Zugangs zur Berufsmatura für Lehrlinge sowie für Fachschulabsolventinnen und Fachschulabsolventen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres stehen den Jugendlichen alle Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Der verlängerte kostenfreie Zugang zur Berufsmatura soll dabei keine „schnelle Matura leicht“ sein, sondern eine echte Bildungschance für Jugendliche sein.
Auch Lehrlingen steht ein Beitrag zu den Fahrtkosten zu. Wir fordern den Zuschuss von € 100,- pro Jahr für Lehrlinge aus dem Burgenland von Seiten des Landes, wie es auch den Studierenden gewährt wird. Die meisten Lehrlinge haben im Laufe ihrer Ausbildung hohe Fahrtkosten zu tragen. Gleichberechtigt mit Studierenden steht Ihnen nun auch ein Zuschuss von € 100,- pro Jahr zu. Jeder Studierende im Burgenland erhält seit 1. März 2008 die Hälfte des Semestertickets retour, wir möchten diesen Kostenbeitrag auch für Lehrlinge!
Leistung soll bezahlt werden. Gerade eine Lehre ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung, in der oftmals besondere Leistungen erzielt werden. Lehrlinge sind diejenigen, die von grundauf den Betrieb kennen lernen und eine wichtige Stütze eines jeden Unternehmens sind. Auch für Lehrlinge soll es ein Leistungsstipendium geben! Besonderes Talent oder enormer Einsatz soll sich schon in der Lehre nicht nur bei Lehrlingswettbewerben hinaus bezahlt machen, sondern auch bei besonderen schulischen und betrieblichen Leistungen. Diese Förderung sollte von Seiten der Arbeiterkammer mitfinanziert werden, um einen entsprechenden Ausgleich für jene Lehrlinge zu haben, die an Wettbewerben nicht teilnehmen.
Seit fast 20 Jahren ist der Pauschalbetrag für auswärtige Berufsausbildung bei der Arbeitnehmerveranlagung mit € 110,00 unverändert. Dieser Betrag ist eindeutig zu niedrig. Daher muss er bei der nächsten Steuerreform verdreifacht und in weiterer Folge laufend der Inflationsrate angepasst werden.
Lehrlinge die nicht neben dem Berufsschulstandort wohnen bleibt wenig von ihrer Lehrlingsentschädigung, da mit dieser die Internatskosten bezahlt werden müssen. Daher fordert die JVP Burgenland: Keine Internatskosten für Lehrlinge. In einigen Branchen ist im Kollektivvertrag geregelt, dass die Betriebe die Internatskosten der Lehrlinge während des Berufsschulbesuches übernehmen. In vielen anderen Branchen, vor allem dort wo auch die Lehrlingsentschädigung niedrig ist, allerdings nicht. Es muss daher seitens der Landesregierung eine Lösung gefunden werden, dass die Unterkunft in den Berufsschulinternaten während des Berufsschulbesuches für Lehrlinge generell kostenfrei gestellt wird.

Bildung und Ausbildungen, die im Laufe des Lebens absolviert werden, sind von zentraler Bedeutung und beeinflussen die persönliche Entwicklung des Menschen. Daher sollte jeder Jugendliche im Burgenland die Möglichkeit haben, die beste Ausbildung zu genießen. Die Hauptaufgabe der Bildung ist die Wissensvermittlung, d.h. die Allgemeinbildung, sowie berufsrelevante Fähigkeiten unter Berücksichtigung der individuellen Entfaltung. Die Vermittlung von Demokratieverständnis und sozialer Kompetenz spielen eine ebenso wichtige Rolle. Darüber hinaus hat die Bildung auch den Auftrag die Entwicklung von Jugendlichen zu selbständigen, urteilsfähigen, verantwortungsbewussten und kritikfähigen Menschen zu unterstützen und zu fördern. Die Verschiedenheit der Menschen, die sich in unterschiedlicher Begabung, Leistungsfähigkeit und Muttersprache ausdrückt, erfordert eine entsprechende Anpassung des Bildungsangebotes. Der Staat hat für wertebezogene Bildungsziele, für die Schaffung der gesetzlichen Rahmenbedingungen der Bildungseinrichtungen, für ausreichend finanzielle Mittel und für professionell ausgebildete Lehrer zu sorgen. Auch für den Bildungsprozess gilt das Leistungsprinzip – Jugendliche sollen in der Schule gefördert, aber nicht überfordert werden. Das staatliche Bildungswesen muss nach den Prinzipien von Subsidiarität, Autonomie und Effizienz aufgebaut sein. Im Mittelpunkt steht die einzelne Bildungseinrichtung, die sich selbstverantwortlich die wissenschaftlichen, pädagogischen, personellen und finanziellen Ressourcen organisiert. Auch die Spezialisierung von höheren Schulen in Richtung eines spezifischen Fachgebietes zur optimalen Vorbereitung Jugendlicher auf den Arbeitsmarkt ist weiter voranzutreiben. Bildung muss Chancengleichheit bieten. Hierzu ist ein offener leistungsbezogener Zugang zur Bildung sicherzustellen.
Obwohl in den letzten Jahrzehnten ein allgemeiner Anstieg des Bildungsniveaus in Österreich zu verzeichnen ist, existieren enorme regionale Unterschieden. Vor allem das Burgenland weist die niedrigste Akademikerquote in Österreich auf. Zwar hat sich die Zahl der BMS - Abschlüsse erhöht, aber bei den Akademikern (8,4%) liegen wir immer noch weit unter dem Österreich-Durchschnitt! (13,3%)
Bildung ist das Humankapital der Zukunft und nicht nur für den ökonomischen Fortschritt wichtig, sondern für die Entwicklung jedes einzelnen. Mehr Bildung ermöglicht mehr Chancen!

Die Durchlässigkeit von Bildungssystemen ist ein zentraler Schlüssel für optimale Ausbildungschancen. Diese Durchlässigkeit bezieht sich ebenso auf die Möglichkeiten, im Ausland Bildungsangebote zu ergreifen und damit auch in bildungspolitischer Hinsicht „über den Tellerrand“ zu schauen.
In einigen Bundesländern gibt es bereits Modelle, jungen Menschen einen Auslandsaufenthalt zu Bildungszwecken zu erleichtern. Sieht man von den finanziellen Belastungen eines solchen Auslandsaufenthaltes ab, sind auch Fragen der Anrechnung von im Ausland erworbenen Zeugnissen, Diplomen etc. und die Auswahl der ausländischen Bildungsinstitute weitere Hürden für junge Menschen. Schon jetzt bietet die Jugend-Info Burgenland des Landesjugendreferates optimale und zielgerichtete Unterstützung für Jugendliche an, die einen Auslandsaufenthalt planen. Dieses Angebot soll nun um eine finanzielle Unterstützung des Landes in Höhe von 500,- Euro für jede/n BurgenländerIn unter 27 Jahren erweitert werden, der zu Ausbildungszwecken ins Ausland geht.
Hier ein Bsp:
Kosten für ein Praktikum in den USA 3 Monate:
Versicherung: € 595
SEWIS (Online Melderegister) Eintragung: € 130
Visumantragsgebühr: € 107
Das sind einmal die Kosten, dass man ein Praktikum machen „darf“. Also € 832 an Ausgaben schon vor Antritt der Auslandsreise, dazu kommt noch der Flug um ca. € 600, also € 1432 insgesamt. Also halten wir diesen Zuschuss für dringend notwendig. Auf der Seite des ÖAD gibt es eine Liste von Förderungen für Auslandserfahrungen aus Kärnten, NÖ etc., nur keine fürs BGLD, obwohl wir die niedrigste Akademikerquote Österreichs haben.
Wer? - Junge BurgenländerInnen, die ins Ausland gehen
Was? - Finanzielle Unterstützung & Bürokratieabbau
Wozu? - Erweiterung des Horizontes & mehr Chancen am Arbeitsmarkt
Die Gewährung der Förderung soll an strenge Richtlinien gebunden sein. So soll der Nachweis eines Bildungserfolges in Form von Zeugnissen, Diplomen etc. zwingende Voraussetzung zur Gewährung der Förderung sein. Weiters verfassen die FördernehmerInnen einen schriftlichen Bericht und bieten damit anderen Jugendlichen die Möglichkeit, von ihren Erfahrungen im Ausland zu profitieren. Best-pratice-Beispiele werden auf der Homepage des Landesjugendreferates veröffentlicht und damit auch anderen an Auslandsaufenthalten interessierten Jugendlichen zugänglich gemacht.
Wir möchten eine Förderung von Auslandsaufenthalten zu Bildungszwecken von jungen BurgenländerInnen bis 27 Jahren in Höhe von 500,- Euro.
Das Projekt „Abend – HAK - Matura“ ist im Burgenland einzigartig und findet großen Anklang. Denn es ist bis dato nur in Oberpullendorf realisiert worden. Andere Bezirke können leider nicht die HAKMatura im zweiten Bildungsweg besuchen. Zwar gibt es die Berufsreifeprüfung am WIFI bzw. BFI, die aber sehr kostenintensiv ist. Hier muss ein Abbau der regionalen Unterschiede erfolgen: die Ausweitung der Abend-HAK-Matura auf mehrere Standorte.

Es ist großartig, dass sich die Fachhochschulstudiengänge Burgenland immer mehr zu einer hervorragenden Bildungseinrichtung entwickelt. Es ist aber mehr als bedenklich, dass hier falsche Prioritäten gesetzt werden. Die Junge ÖVP Burgenland tritt dafür ein, dass sich die Studiengänge zu einer „echten“ Fachhochschule etablieren.
Die Geschichte der universitären Ausbildung im Burgenland über die Schiene der Fachhochschulstudiengänge ist bislang eine im Großen und Ganzen sehr erfolgreiche. Der ehemalige ÖVP-Landeshauptmann - Stv. Dr. Franz Sauerzopf ist der Vater dieser Erfolgsgeschichte. Ihm ist es zu verdanken, dass wir heute 1.500 Studenten im Burgenland haben, die eine gute Ausbildung bekommen und damit beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt vorfinden.
Bislang läuft die universitäre Ausbildung im Burgenland unter dem Titel „Fachhochschul-Studiengänge“. Dadurch haben die Studenten einige Nachteile zu verzeichnen: Unter anderem können sie auch nicht auf eine eigene Studentenvertretung zurückgreifen, sondern nur auf eine mehr als unterbesetzte Studienlehrgangsvertretung in der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) in Wien. Wir setzen uns daher für die Realisierung einer echten Fachhochschule im Burgenland ein, die auch auf eine eigene Studentenvertretung Anspruch hat.
Die Anerkennung als Fachhochschule bedeutet mehr Transparenz, Entwicklung in Richtung echte Universität, bessere Marketing-Möglichkeiten und vor allem Mitbestimmung von Lehrenden und Studierenden. Genau dieser letzte Punkt, nämlich Mitbestimmung der Studierenden ist uns ganz wichtig. Für die Anerkennung als Fachhochschule sind drei Voraussetzungen notwendig:
1) mindestens zwei Studiengänge à ist erfüllt
2) Möglichkeit zum Erreichen von mindestens 1.000 Studienplätzen à ist erfüllt
3) Einrichtung eines Fachhochschulkollegiums à kann sofort erfüllt werden
All diese Voraussetzungen sind seit vielen Jahren bereits erfüllt bzw. können sofort erfüllt werden. Trotzdem herrscht Stillstand!
Dem Fachhochschulkollegium gehören an:
Dieses Kollegium hat eine Reihe von Aufgaben, die derzeit teilweise vom Erhalter, teilweise von Wien aus erledigt werden, z.B.:
Der Leiter des Fachhochschulkollegiums, der aus dem Kreis seiner Mitglieder gewählt wird, hat eine besondere Stellung. Er vertritt das Kollegium nach außen, erteilt Anweisungen an Mitglieder des Lehr- und Forschungspersonal und erteilt Lehraufträge. Das wäre echte Transparenz, Mitbestimmung und Demokratie im Sinne aller Beteiligten. Ein ganz wesentlicher Punkt ist, dass durch die Einrichtung einer echten Fachhochschule die Studierenden eine volle Einbindung bekommen, mitbestimmen und auch ihre Kritik artikulieren können. Dann ist es nicht mehr notwendig, dass sich einzelne Studierende an Medien wenden müssen, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Auch die Lehrenden erhalten dadurch eine Stimme und können sich viel besser und mehr in die universitären Abläufe einbringen.
Derzeit besuchen rund 1500 Hörer die 15 unterschiedlichen FH-Studiengänge. Die Kritik der Jungen ÖVP richtet sich nicht gegen das Lehrpersonal oder die Qualität in der Ausbildung, sondern gegen die Rahmenbedingungen. Zahlreiche Burgenländer, die in Wien, Graz oder auf anderen Universitäten studieren, müssen Studiengebühren bezahlen. Die mehr als 1000 Nicht-Burgenländer der FH - Burgenland werden vom Land Burgenland gefördert, die Burgenländer selbst nicht. Ein erster Schritt wurde mit der Förderung des Semestertickets nach langem Hin und Her bereits gesetzt.
Langfristige Partnerschaften entstehen nicht über Nacht, sondern sind das Ergebnis von Kooperation, Vertrauen und Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum. Daher sollen praktikumbezogene, integrative Projekte mit Studenten und Unternehmen aus dem Burgenland erfolgen. Den Studenten wird ein Praxisbezug zum theoretischen Studium, den Unternehmen die Möglichkeit junge, dynamische und mit dem aktuellen Wissen vertraute Mitarbeiter zu rekrutieren gegeben. Ein Praktikum während des Studiums (egal ob 6‐Monate während des Semesters od Ferialpraktika) bietet den Studenten den Vorteil im Bgld ihr Praktikum zu absolvieren, die UN haben zusätzlich den Vorteil ihren Bekanntheitsgrad u Image durch Kooperation mit der FH aufzubessern.
Der Umgang mit den „Neuen Medien“ ist eine weitere Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Jede Schule in Österreich hat heute Zugang zum Internet und daher geht es nicht nur darum, den Umgang mit „Neuen Medien“ zu erlernen, sondern diese auch im Unterricht in allen Fächern zu integrieren. Weiters sollen verstärkt Soft- Skills und Präsentationstechniken gelehrt werden.
Die Schüler sollen sich im Laufe ihrer Ausbildung Wissen und Qualifikationen aneignen, die ihnen Chancen in der Berufswelt eröffnen. Die stärkere Zusammenarbeit mit Betrieben und Firmen ermöglicht den Schülern einen ersten Einblick in die Arbeitswelt und Kontakte können geknüpft werden. Es wäre vorstellbar, dass jeder Schüler ein Praktikum seiner Wahl im Ausmaß von 3-5 Tagen während der Unterrichtszeit absolvieren kann. Diese Schnuppertage können in der 7. und 8. Schulstufe absolviert werden und sollen Orientierung für die weitere Berufswahl bieten.
Kindergrippen, Kindergärten und andere vorschulische Einrichtungen sollen Kinder langsam an den Prozess des Lernens heranführen und sie auf den Schuleintritt vorbereiten. Dies gilt vor allem für das Erlernen der deutschen Sprache. Darüber hinaus sollen vorschulische Einrichtungen Eltern bei der Erziehung bedarfsbezogen unterstützen, ergänzen und entlasten, jedoch keinesfalls ersetzen. Kindererziehung bleibt, bei allen Angeboten der Kinderbetreuung zur verbesserten Vereinbarkeit von Familien- und Arbeitswelt, Hauptaufgabe der Familie und damit vor allem der Eltern.

Im Interesse der Kinder ist die möglichst freie Wahl der Schule sicherzustellen. Bei der Gestaltung der Schule ist eine weitgehende Autonomie anzustreben, um das partnerschaftliche Miteinander von Lernenden und Lehrenden zu fördern. Eine ideale Schule setzt ein hohes Lehrerethos, Zielklarheit, hohe Leistungserwartung, Methodenanpassung und Lernkontrolle, Zusammenhalt und Zusammenarbeit, sowie ein pädagogisches Profil und ein reiches Schulleben voraus. Die Veränderungen in unserer Gesellschaft und in der Arbeitswelt verlangen außerdem eine Weiterentwicklung der Lehrpläne. Dynamische Fähigkeiten und Schlüsselfertigkeiten müssen durch Erfahrungsaustausch in einem offenen, fächerübergreifenden Unterricht gefördert werden. Lehrpläne können daher in Zukunft auch schlanker gestaltet werden, Kern- und Erweiterungsziele enthalten, sowie auch Schwerpunktsetzungen an einzelnen Schulen (dies gilt vor allem für höherbildende Schulen) berücksichtigen. Wir setzen uns dafür ein, dass vor allem selbstständiges und selbstverantwortliches Lernen an Schulen gefördert wird, um Kinder und Jugendliche optimal auf den lebensbegleitenden Prozess des Lernens vorzubereiten.
Alle Jugendlichen müssen sich einmal entscheiden, was sie mit ihrem Leben anfangen möchten. Wollen sie studieren gehen, einen Lehrberuf ergreifen, eine berufsbildende Schule besuchen? Technik oder Wirtschaft? Recht oder Kunst? In welche Richtung das Leben eines Jugendlichen gehen soll, bestimmen viele Faktoren. Neben dem Einfluss der Eltern spielt auch das Interesse des Jugendlichen eine beträchtlich Rolle und sollte eigentlich ausschlagend für den beruflichen Werdegang sein. Leider ist das nicht immer so, denn das Informationsangebot ist nicht vorhanden, oder einfach zu nicht greifbar. Deshalb fordern wir als Junge ÖVP Burgenland die Burgenländische Berufsbildungsmesse, die jährlich im Norden und im Süden des Landes stattfinden muss, um den Jugendlichen ihren Weg ins spätere Berufsleben ebnen zu können. Dabei sollen den Institutionen wie der WKÖ, der AK, der LWK, der IV, dem AMS, dem Land Burgenland, einigen Unternehmen sowie den Bildungsstätten und den Schulen mit ihren verschiedenen Zweigen die Möglichkeit gegeben werden, sich zu präsentieren.
Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache sollen bereits bei Schuleintritt gute Deutschkenntnisse vorweisen können, damit sie dem Unterricht besser folgen können. Vorschulische Kurse für Mädchen und Buben würden Kinder mit Sprachproblemen unterstützen. Mangelnde Deutschkenntnisse senken nicht nur die individuellen Chancen, sondern auch das Bildungsniveau ganzer Klassen. Die Devise muss daher jetzt lauten: Möglichst früh fördern!
Der Selbständigkeit und Eigenverantwortung der Schulen inkl. der finanziellen Selbstverwaltung sollte stärkere Bedeutung beigemessen werden. Die Schulpartner sollen auch verstärkt die Entscheidungsträger in personeller und finanzieller Hinsicht werden. Der SGA soll künftig über die Einstellung und Weiterbeschäftigung von Lehrern und Direktor mitentscheiden können. Analog zu den höherbildenden Schulen soll auch in Hauptschulen ein SGA, zur Verbesserung der Schulpartnerschaft, eingerichtet werden.
Die Junge ÖVP bekennt sich zum differenzierten Schulsystem, sodass Schüler mit ihren unterschiedlichen Begabungen ein entsprechend vielfältiges Schulangebot haben. Eine Vielfalt an verschiedenen Schularten bietet Kindern und Jugendlichen die besten Chancen und Möglichkeiten dafür, nach Neigung, Interesse und Begabung die für sie beste Förderung zu erhalten. Wir wollen die „Bunte Schule“. Wichtig sind uns dabei die Durchlässigkeit des Bildungssystems und der Grundsatz: Kein Abschluss ohne Anschluss.
Nur Differenzierung schafft echte Chancengleichheit. Es gibt auch ein Recht auf Vielfalt. Jedes Kind soll diejenige Ausbildung erhalten, die seine Anlagen, Talente, Interessen und Neigungen am besten fördert.
Wir stehen zum differenzierten Schulsystem, weil es gute Voraussetzungen bietet, auf die unterschiedlichen Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen einzugehen. Das differenzierte Schulsystem schafft keine Sackgasse, im Gegenteil: Etwa die Hälfte der Maturanten kommt über die Hauptschule! Wir sind offen für Schulversuche – allerdings nur bei entsprechender professioneller Evaluierung und nicht auf dem Rücken der jungen Menschen.
Und noch etwas: Wir wollen eine bedarfsorientierte, qualitätsvolle Nachmittagsbetreuung. Die Wahlfreiheit für die Eltern muss erhalten bleiben. Die Gesamtschule löst das Betreuungsproblem nicht.
„Gemeinsam kommen wir zusammen“ Der Dialog zwischen den Kulturen und der Austausch von Wissen über die verschiedenen Kulturen ist eine große Herausforderung, für die es gilt, Bewusstsein und die nötigen Grundlagen zu schaffen. Es muss in den Schulen wieder viel stärker auf das sensible Thema „kulturelle Vielfalt“ und „Integration“ eingegangen werden.
Vandalismus ist nur eine der vielen Folgen von fehlender Ethikausbildung, denn Schüler sollen nicht nur materielles Wissen aus der Schule mitnehmen, sondern brauchen auch Verständnis für andere Kulturen und Religionen.
Deswegen sehen wir Ethikunterricht als Alternative zum Religionsunterricht. Nicht jeder Schüler kann sich mit dem angebotenen Religionsunterricht in der Schule identifizieren. Da aber Religionsfreiheit und Werte in Österreich sehr hoch gehalten werden, soll jede Schülerin und jeder Schüler in Österreich das Recht auf diesen Unterricht haben. Sowohl im Religionsunterricht als auch im Ethikunterricht sollen Grundwerte, Toleranz, sowie Respekt vor anderen Kulturen und Religionen gelehrt werden. Schüler sollen zu kritisch denkenden Menschen ausgebildet werden.
Diese Ziele können nur mit klaren Strukturen im Lehrplan des Religionsunterrichts, als auch des Ethikunterrichts erreicht werden. Es ist wichtig, dass jeder die Möglichkeit bekommt, sich selbst ethische Grundsätze zu setzen und eine eigene Meinung zu vertreten.
Im Rahmen der Aktion www.integration.at ist ein erster Schritt in Richtung Bewusstseinsbildung gelungen. Auch der einstimmige Beschluss beim Zweiten Burgenländischen Jugendlandtag zur Einführung des Unterrichtsfaches „politische Bildung“ ab der 8. Schulstufe ist ein wichtiges Zeichen zur Ausbildung junger, kritischer, aufgeklärter und toleranter Menschen.
Begleitend zur Wahlaltersenkung ist es wichtig, politische Bildung an den Schulen zu verstärken, um die Jugendlichen zeitgerecht auf ihre erste Wahl vorzubereiten. Daher fordert die Junge ÖVP das Unterrichtsfach „Politische Bildung“ bereits ab der 5. Schulstufe und einen entsprechenden Lehrplan. Weiteres soll die Ausbildung einen verstärkten Praxisbezug haben, z.B. Besuch des Parlaments. Die Lehrerausbildung soll analog angepasst werden. Zusätzlich soll Politikwissenschaft künftig als Lehramtsstudium angeboten werden.
Für junge Menschen, die eine Fachschule besuchen oder Lehrlinge, welche die Matura erst nach der Lehrausbildung absolvieren können oder wollen, muss das bis zum 27. Lebensjahr kostenfrei ermöglicht werden. Das bringt Chancengleichheit und wird den jungen Menschen gerecht, die erst nach einiger Zeit von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen oder können. Die Junge ÖVP Burgenland fordert daher, dass das jetzige Projekt „Lehre mit Matura“ für diese Zielgruppe geöffnet wird und sich nicht nur auf Lehrjahre beschränkt.

Viele junge Burgenländer nehmen die Doppelbelastung von Studium und Arbeit auf sich. Die Hochschulen müssen im Rahmen eines eigenen Schwerpunktes diese Menschen bei der Erreichung ihres Zieles – nämlich eines Studienabschlusses – besonders unterstützen. Alle Hochschulen sollen ein Schwerpunkteprogramm für berufsbegleitend Studierende erarbeiten. Das Programm soll eigene, auf die Bedürfnisse dieser Personengruppe zugeschnittene Kurse, Vorlesungen, Seminare und Prüfungstermine umfassen. Es wäre zu aller erst einmal wichtig, alle universitären Veranstaltungen als „Tages-„ (=Normal), „Abend-„ (=Berufsbegleitend) oder „Briefveranstaltung“ (Fernstudium) zu kennzeichnen. In Ungarn ist das z.B. mittlerweile Standard und schafft klare Verhältnisse. Viele Veranstaltungen sind nämlich „weder Fisch noch Fleisch“, sodass sie beispielsweise vermehrt am späten Nachmittag angeboten werden – die „Tagesstudenten“ haben ein Problem, weil zu viele Veranstaltungen zu dieser Zeit statt finden, die „Abendstudenten“ haben ein Problem, weil die Veranstaltung noch nicht am Abend ist und Fernstudenten schauen überhaupt durch die Finger.
Jede/r Student/in kennt das Problem – von Anfang Juli bis Ende September sind Österreichs Hochschulen ausgestorben. Möglichkeiten, Prüfungen, Kurse oder Seminare zu belegen oder einfach die Professoren bei wichtigen Fragen zu kontaktieren, bestehen nur in Ausnahmefällen. Das muss ein Ende haben. Wenn die Hochschulen ein Interesse daran haben, die Absolventenzahlen zu erhöhen, müssen sie auch im Sommer Prüfungen, Kurse oder Seminare anbieten. Die Professoren und Vortragenden müssen wiederum dazu verpflichtet werden, auch immer im Sommer erreichbar zu sein.
Das Bildungskonto soll alle Kosten für eine Ausbildung auf dem 2. Bildungsweg, eine berufsbegleitende Ausbildung oder Meisterkurse beinhalten. Diese Jugendlichen müssen unter erschwerten Bedingungen enormes persönliches Engagement zeigen. Die Studiengebühren wurden abgeschafft, aber die Matura auf 2 Bildungsweg ist noch immer kostenpflichtig (und teuer). Jeder Jugendliche soll individuell und gerecht zumindest in finanzieller Hinsicht durch das Bildungskonto unterstützt werden, um eine Gleichberechtigung von Studierenden und jenen, die sich erst später für eine Weiterbildung entscheiden, herzustellen. Es kann nicht sein, dass „Lehre mit Matura“ hochgepriesen wird, während andere Weiterbildungen bzw. spätere Ausbildungen vernachlässigt werden.
Bildungswilligen Lehrlingen soll der Besuch von Fachkursen durch einen Bildungsscheck während der Lehrzeit ermöglicht werden. Engagierte Lehrlinge wollen sich schon während ihrer Lehrzeit Zusatzkompetenzen aneignen. Die Kosten für derartige Kurse sind oft ein großes Hindernis dabei. Hier steht die Junge ÖVP Burgenland für eine Förderung von Fachseminaren (z.B. Jung‐Sommelier, Spezialschweißkurse, Kunsttischlerkurse etc.) durch Bildungsschecks. Diese sollten mindestens 50% der Kosten von derartigen Seminaren betragen und von Seiten des Arbeitsmarktservice finanziert werden. Durch derartige fördernde Weiterbildungsmaßnahmen steigen sicher die Arbeitsmarktchancen für die Lehrlinge nach Abschluss ihrer Lehre.
„Die zu bezahlende Prüfungstaxe muss der/die Lehrberechtigte für den ersten Antritt während der Lehrzeit oder in der Weiterverwendungszeit tragen.“ (Quelle vbg.arbeiterkammer.at/online/page.php. Das lassen wir uns nicht gefallen, weil diese Kosten eine weitere Barriere für Lehrlinge darstellt. Die Lehrabschlussprüfung sowie dazugehörige Vorbereitungskurse sollten generell kostenfrei sei!

Die Junge Volkspartei Burgenland bekennt sich zur Europäischen Union und zum Prozess der europäischen Einigung, an dessen Wiege christliche Motive standen, die auch für eine erfolgreiche Fortsetzung essentiell sind. Bei allen zukünftigen Entwicklungen der Europäischen Union betrachten wir jedes Mitgliedsland als gleichberechtigten Partner Österreichs. Unser Land sollte anstreben, durch Bildungsprogramme, Interessenbündelung und konzertierte Maßnahmen verstärkte Kooperation zwischen den Ländern Mitteleuropas, die nicht nur die geografische Lage, sondern auch die im Vergleich mittlere Größe eint, zu ermöglichen. Die Grenzen des Kontinents werden in den kommenden Jahrzehnten anhand des Kriteriums, wie weit europäische Werte wie Gemeinschaftsverantwortung, Personalität, Menschenwürde, Nachhaltigkeit, Solidarität, Subsidiarität, Weltoffenheit und Wertorientierung reichen, zu definieren sein.
Angesichts der sich ständig ändernden politischen Herausforderungen ist es umso wichtiger, die Menschen in Europa ausreichend und objektiv zu informieren und sie so gut wie möglich an den Entwicklungen teilhaben zu lassen. Dies mit dem Ziel, die Identifikation der Bürger mit Europa zu stärken und eine gemeinsame europäische Identität im Sinne einer stabilen Interessens- und Wertegemeinschaft heranzubilden. Auf lange Sicht wird die europäische Vereinigung nur gelingen, wenn Europa Herzen und Köpfe der Bürger erreicht. Beständige und konstruktive Informationspolitik seitens der Politik aber auch der Medien und anderer öffentlichkeitswirksamer Institutionen und Persönlichkeiten ist daher dringend geboten.

Österreich ist durch seine lange geschichtliche Tradition und seine zentrale
geografischen Lage dazu aufgefordert, einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Integration zu leisten. Dazu gehört die o.g. Intensivierung der Zusammenarbeit mit unseren Nachbarländern, die Förderung von Kontakten und ein ständiger Informations- und Erfahrungsaustausch. In diesem Sinne ist es auch notwendig, Europa in der Vielfalt seiner Regionen anzuerkennen, die gemeinsame Interessen teilen und ihre Anliegen gemeinschaftlich vertreten sollen. Das Prinzip der Subsidiarität ist in der Kompetenzaufteilung zwischen Kommunen, Regionen, Ländern und europäischen Institutionen stärker als bisher zu verankern. Das ist ein wichtiger Anspruch an eine zukünftige EU-Verfassung.
Die künftige Gestaltung der Europäischen Union liegt vor allem in den Händen der Jugend. Darum ist ein starkes Gehör für Jugendanliegen auch im Europäischen Parlament wichtig. Wir fordern deshalb die Einrichtung eines eigenen Ausschusses für Jugendangelegenheiten auf europäischer Ebene, um die EU-Gesetzgebung besser auf ihre Jugendverträglichkeit hin prüfen zu können. Partizipation Jugendlicher am politischen Entscheidungsprozess darf nicht bei den nationalstaatlichen Grenzen enden!
Wir leben in unruhigen Zeiten mit vielen Krisenherden. Innerhalb der Grenzen der Europäischen Union hat es seit Gründung der Gemeinschaft noch nie Kriege gegeben. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Allerdings gibt es auch Gefahren, die diesen Frieden stören können und auf die wir gemeinsam reagieren müssen. Daher fordern wir, dass die Bestrebungen der europaweiten Bekämpfung von Terrorismus, organisierter Kriminalität, Drogenhandel, Menschenhandel und illegaler Einwanderung verstärkt werden.
Das vereinte Europa stellt für Österreich eine historische Chance und gleichzeitig eine große Herausforderung dar. Es öffnet sich ein neuer Markt mit großem Wachstumspotential und Österreich rückt geographisch in das Zentrum der EU. Um die Chancen, die sich durch die Erweiterung speziell in den Bereichen der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes ergeben, optimal nutzen zu können, ist eine einwandfreie Verständigung eine Grundbedingung. Die momentanen Weiterbildungsangebote im Bereich der Sprachen sind besonders in den an unsere Nachbarländer angrenzenden Bezirken kaum vorhanden. Die JVP Burgenland fordert daher, dass entsprechende Initiativen zur Erweiterung des Sprachenangebotes im Bildungsbereich ins Leben gerufen werden. Vor allem an den Schulen sind vermehrt Kurse zum Erlernen der Sprachen unserer Nachbarländer anzubieten.
Wir fordern eine neue, gerechte und transparente Spesenregelung für EU Abgeordnete: Reisekostenersätze, insbesondere Flugkosten, sollen nur für nachgewiesenen Aufwand und aufgrund von Belegen geleistet werden. Taggelder sollen nur bei tatsächlicher Anwesenheit bei offiziellen Sitzungen bzw. im Rahmen der parlamentarischen Arbeit bezahlt werden.
Um der jungen Generation Europa nahe zu bringen und die vermeintliche Angst zu nehmen, dass Europa von Bürokraten und Technokraten aus Brüssel regiert wird, sollte jeder Schule die Möglichkeit geboten werden, die europäischen Institutionen in Brüssel und Strassburg im Rahmen eines Klassenausflugs zu besuchen. Denn normalerweise entsteht dann die größte Angst, wenn die Unkenntnis ebenfalls am größten ist. Was früher die „Wien-Fahrt“ für Schüler aus den Bundesländern war, soll nun die „Brüssel-Fahrt“ werden.
Wir wollen Mobilität sichern. Deshalb muss der Zugang zu Aus- und Fortbildungsangeboten erleichtert und Anerkennungshemmnisse endgültig abgebaut werden. Darunter fällt auch der Ausbau des Informationsbereichs, damit Jugendliche schneller und effizienter ihre Chancen in Europa wahrnehmen können. Ebenso fordern wir im Interesse unserer Jugend, dass Förderungen bei Kauf- oder Mietwohnungen nicht von der Dauer der Haupt-Wohnsitzinnehabung abhängig gemacht werden. Eine EU-Richtlinie könnte dies regeln. Dabei können wir uns eine Altersbeschränkung von bis zu 27 Jahren durchaus vorstellen.

Die Globalisierung ist eine der größten Herausforderungen der Zukunft. Die Junge ÖVP bekennt sich zum Global Marshall Plan, der in den 5 Phasen eines besseren weltweiten Ordnungsrahmens, einer nachhaltigen Entwicklung, einer Überwindung der Armut, des Schutzes der Umwelt, der Gerechtigkeit und in der Folge eines neuen Weltwirtschaftswunders aufgebaut ist. Globalisierung kann allerdings nur aus der Regionalisierung funktionieren. Das heißt, dass wir das weltweite Modell des Global Marshall Planes in unsere Gemeinden überführen. Die folgenden vier regionalen Säulen sind Voraussetzung für die überregionale Globalisierung:
Die Junge ÖVP initiiert in den 4 Säulen Projekte und Ideen für die Gemeinden. Dadurch wird der regionale Prozess der Globalisierung angeregt und kann die Voraussetzungen für eine Gestaltung der überregionalen Globalisierung schaffen.

Neue Technologien helfen, Energie effizienter einzusetzen. Österreich ist bekannt dafür, im Bereich der innovativen Technologien eine Vorreiterrolle einzunehmen. Es muss mehr in Forschungsbereiche wie z.B. Brennstoffzelle und Photovoltaik investiert werden, um auf diesem Gebiet die Stellung als europäische Kompetenzregion auszubauen.
Lediglich bei den erneuerbaren Energieträgern, wie z.B. Biomasse, Windkraft oder Wasserkraft, ist Österreich autark und weist sogar einen Exportüberschuss auf. Diese erneuerbaren Energien sollen verstärkt gefördert werden! Der Ausbau atomarer Energie wäre der falsche Weg. Erneuerbare Energien wie Wasser, Wind und Sonne brauchen mehr Forschung und mit den Ressourcen der nicht- erneuerbaren Energien muss sparsamer umgegangen werden.
Die Förderung neuer Technologien ist zu unterstützen. Es gibt bereits Pilotprojekte im Bereich der Stromerzeugung mittels CO2- freien- Kraftwerken, z.B. durch Kohle. Anders als bei der herkömmlichen Kohleverstromung wird hier der Rohstoff nicht verfeuert, sondern zunächst in ein Rohgas umgewandelt, das dann zur Stromerzeugung verbrannt wird. Die Junge ÖVP unterstützt die Bestrebungen für neue Technologien, um eine klimafreundliche Stromerzeugung zu gewährleisten.
Ohne eine nachvollziehbare Kennzeichnung des Energieverbrauches von Haushaltsgeräten läuft das Bestreben Energie zu sparen ins Leere. Mindestnormen für die Kennzeichnung von Geräten und Anlagen sowie eine Energieverbrauchskennzeichnung wären sinnvoll. Dadurch können die Verbraucher auf einem Blick den Stromkostenvorteil energieeffizienter Geräte erkennen. „EU Energie Label“ (Energieeffizienzklasse) gibt es bereits bei gewissen Geräten – wir fordern eine Übernahme für alle Geräte.
Um die Umsetzung der Klimaziele zu erreichen, sind ein kontinuierlicher Prozess und die dafür erforderlichen Maßnahmen notwendig. Dies soll durch ein alle zwei Jahre durchgeführtes Mentoring überprüft werden. Dieses Mentoring hat das Ziel, eine Folgenabschätzung mit den Kriterien Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen unter Einbeziehung von Wirtschaft, Verbrauchern und Wissenschaft vorzunehmen.
Um Nachhaltigkeit und Bewusstseinsbildung im Bereich des „Ressourcen-, Umwelt- und Klimaschutzes“ zu verankern, sind schulische Begleitmaßnahmen anzudenken. Diese könnten sich im Bereich der Volksschule im „Unterrichtsfach – Sachkunde“, im Bereich der Unterstufe im „Unterrichtsfach – Ressourcenschutz“ und in weiterbildenden Schulen im „Unterrichtsfach – Klima- und Umweltschutz“ widerspiegeln. Die Wichtigkeit, Klimaschutz nachhaltig im Denken und Handeln der Menschen zu verfestigen, ist unbestritten. Tatsache ist auch: Je früher man mit dieser Bewusstseinsbildung beginnt, desto erfolgreicher ist sie.

Die Umweltbelastungen durch Kraftfahrzeuge ist ständig ein brennendes Thema. Allerdings sollte der öffentliche Dienst in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnehmen und nicht Landestankstellen errichten, die ohnehin nur für eine Minderheit bzw. dort ansässige Bevölkerung genutzt werden kann. Wir fordern, dass bei der Neuanschaffung für Fahrzeuge im öffentlichen Dienst (z.B. Politiker, Polizei) auf Umwelttauglichkeit, sprich Biosprit, Rücksicht genommen wird, wobei der Sprit nur aus Österreich bezogen werden darf.
Das Kindergeld war ein wichtiger Schritt, aber nun muss es weiterentwickelt werden. Auch die Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld sollte unserer Meinung nach fallen. Frauen können es sich heute einfach nicht mehr leisten, auf eine Aufstiegschance zu verzichten. Wir wollen mehr Frauen in Führungspositionen, aber die Zuverdienstgrenze lässt eine Rückkehr in die ursprüngliche Führungsfunktion auf Teilzeitbasis kaum zu (mehr als ca. 8 Stunden pro Woche wären in Bezug auf das Gehalt nicht möglich). Familienbedingte Unterbrechungen von Karriereverläufen wirken sich daher negativ auf den Einkommensverlauf von Frauen aus. Das Kinderbetreuungsgeld ist eine Abgeltung für die Betreuungsleistung. Ob dieses Geld für die eigene Betreuung gesehen wird oder ob damit Fremdbetreuung zugekauft wird, sollte jeder und jedem selbst überlassen sein.

Bessere und flexiblere Kinderbetreuungseinrichtungen sind gefragt. Die Öffnungszeiten der Kindergärten sollten sich an die Arbeitszeitformen der Eltern anpassen. Tagesmütter und „Leih-Opa“ Modelle sind zu fördern, der neue Dienstleistungsscheck ist auch auf Kinderbetreuung auszudehnen. Nicht die Eltern sollen sich nach der Kinderbetreuung sondern die Kinderbetreuung soll sich nach den Wünschen der Eltern orientieren.
Es ist unsere Aufgabe, Jugendliche bestmöglich zu unterstützen. Gerade für Studierende wäre die direkte Auszahlung der Familienbeihilfe eine wichtige finanzielle Unterstützung, um die nötigen finanziellen Ressourcen für die Zeit des Studiums zu haben.
Eine direkte Ausbezahlung der Familienbeihilfe stellt für junge Menschen einen weiteren Schritt in Richtung selbstbestimmtes Leben dar. Junge Menschen nehmen ihr Leben selbst in die Hand und daher ist es sinnvoll auch über die Familienbeihilfe selbst zu verfügen.
Jeder Jugendliche soll fair und gerecht unterstützt werden und soll in Summe gleich viele finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung haben. Daher regen wir an, ein „Bildungskonto“ für alle österreichischen Jugendlichen ins Leben zu rufen, mit dem die anfallenden Kosten für die Ausbildungen beglichen werden können, z.B. Universität, Fachhochschulen, Kollegs, Lehre und Matura (Berufsreifeprüfung), Matura im 2. Bildungsweg, Meisterprüfung sowie berufsbegleitende Ausbildungen. Jeder Jugendliche soll so vom Staat individuell auf seinem Bildungsweg gerecht und gleich unterstützt werden.
Junge Menschen befinden sich in der Zeit des „Aufbaus“. Die Umverteilung der Lebensverdienstsumme ist eine wichtige Forderung junger Menschen. Sie schließen ihre Ausbildung ab, beginnen zu arbeiten, wollen eine Familie gründen, Wohnraum muss geschaffen werden, ein Auto ist oft schon Voraussetzung für das Arbeitsleben etc. Das alles kostet Geld, das man zu diesem Zeitpunkt noch nicht verdienen kann, weil die Einstiegsgehälter teilweise ein Viertel von jenem Einkommen ausmachen, das man bei normalem Karriereverlauf vor Pensionsantritt verdient. Wir fordern ein Umdenken: Ja zur Bezahlung von Leistung und nicht die von Jahresringen! Das bedeutet für junge Menschen höhere Einstiegsgehälter bei einer abgeflachten Einkommenskurve in den folgenden Jahren. Für die älteren Arbeitnehmer der Zukunft bedeutet das einen faireren Wettbewerb am Arbeitsmarkt und damit ein längeres Verbleibenkönnen im Erwerbsleben. Dieses Umdenken betrifft den öffentlichen Dienst auf allen Ebenen genauso wie die Kollektivverträge der Privatwirtschaft.
Wir fordern die Wiedereinführung der Familienbesteuerung. Dadurch sollen steuerliche Anreize für Familien geschaffen werden, die sich bewusst dafür entscheiden, dass ein Elternteil einer geregelten Erwerbsarbeit nachgeht und der andere die häusliche Kindererziehung übernimmt.

Lebst du schon oder wohnst du noch immer zu Hause? – Die eigenen 4 Wände sind ein entscheidender Schritt im Leben junger Menschen, der sich zunehmend teurer erweist, vom Traumhaus ganz zu schweigen. Dies ist der Hauptgrund, warum Jugendliche immer später von zu Hause ausziehen. Leider ist es aber auch unvermeidlich den eigenen Wohnraum ohne Schulden zu gestalten. Außerdem wollen wir Abwanderung in leistbare, günstigere Wohnregionen verhindern und jungen Menschen im Burgenland einen Wohnraum schaffen.
Während junge Menschen oft Probleme bei der Finanzierung ihrer ersten eigenen vier Wände haben, leben ältere Menschen oft alleine und bräuchten Unterstützung beim Haushalt oder bei Einkäufen. Projekte, wo junge Menschen ehrenamtlich für ältere Menschen Besorgungen machen, sind daher ebenso zu fördern wie die Hauskrankenpflege und mobile Essensdienste. „Wohn-Sharing“ Systeme, wo junge Menschen sich um den Haushalt kümmern und ältere dafür Wohnraum zu einem günstigen Mietpreis bieten, sind vom Staat wo möglich zu forcieren.
Der bauliche Standard in diversen Ausbildungsheimen (Lehrlingsheime, Studentenheime) ist teilweise mehr als nur kritikwürdig. Ein Reglement für die bauliche und qualitative Ausstattung dieser Heimplätze ist anzustreben. Weiters sollte eine jährliche Qualitätskontrolle die Heimplätze bewerten und diese Bewertung auch veröffentlichen. Junge Menschen sollten vor dem Eingehen eines Rechtsverhältnisses wissen, worauf sie sich einlassen. Gerade in Hinblick auf den Bereich der Studentenheime muss der steigende Zimmerpreis thematisiert werden. Für ein spartanisch ausgestattetes Einzelzimmer an die € 300,- monatlich an Miete leisten zu müssen, hält die Junge ÖVP für überzogen und gleichzeitig unfinanzierbar. In diesem Zusammenhang ist zu hinterfragen, wie die Heimplatzträgerorganisationen mit ihrem Status der Gemeinnützigkeit und dem damit verbundenen Gewinnverbot umgehen. Deshalb fordert die Junge ÖVP die jährliche Überprüfung des Status der Gemeinnützigkeit der Heimplatzträgerorganisationen, damit sichergestellt ist, dass nicht auf Kosten der Heimbewohner Gewinne gemacht werden.
Die erste Wohnung ist ein erster wichtiger Schritt in ein selbständiges Leben. Dieser Schritt gestaltet sich in den letzten Jahren aber zunehmend teurer. Zu den steigenden Mieten und Betriebskosten kommt noch die Kaution in Form von 3 Monatsmieten hinzu und der ebenso hohe Betrag für die Maklerprovision, die den Einstieg in den eigenen Wohnraum nicht gerade leistbar erscheinen lässt. Unterm Strich muss man also insgesamt eine halbe Jahresmiete für Kaution und Makler ausgeben, wobei die Anschlusskosten für Heizung, Warmwasser, Strom, Internet, Telefon und so weiter noch extra dazukommen. Nicht schwierig kommt man nun auf Beträge jenseits der € 2.000,- die man vor dem Bezug einer Wohnung berappen muss. Die gesetzliche Kürzung der Höchstprovision von Immobilienmaklern von maximal drei Monatsmieten auf nur zwei, wäre bereits ein erster Schritt in Richtung Entlastung der Einstiegskosten in eine Wohnung. Gleichzeitig wird die Junge ÖVP auch dafür einstehen, dass einerseits verstärkt neuer Wohnraum geschaffen wird, der auch architektonisch und ökologisch modernen Ansprüchen genügt und zu fairen Mietpreisen erschwinglich ist. Andererseits wird sich die Junge ÖVP dafür einsetzen, dass der Staat junge Menschen – vor allem Jungfamilien – bei der ersten Wohnung in Form einer „Ausstandsprämie“ unterstützt.
Dieses Bausparmodell, bei dem die Laufzeit 3 anstatt der üblichen 6 Jahre betragen würde, soll dafür sorgen, dass die Jugendlichen das Geld dann ausbezahlt bekommen, wenn sie es für die erste eigene Wohnung brauchen. Um einen zusätzlichen Sparanreiz zu schaffen, soll für die 3 Jahre der Laufzeit die volle staatliche Prämie für 6 Jahre gewährleistet werden. Wir sind der Ansicht, dass man mit so einem Bausparvertrag den Jugendlichen über ihre ersten großen Investitionen „drüberhelfen“ kann, da man mit 15 Jahren mit dieser Sparform beginnen kann.
Mit der Einführung des Wohnstartschecks für junge Menschen bis 35 Jahre fürs eigene Reich wäre eine unterstützende Maßnahme geschaffen. Wenn nachweislich ein neuer Wohnsitz (Hauptwohnsitz neu) soll auch ein zinsenfreies Darlehen vom Land Burgenland, finanziert über den Zukunftsfonds, vor. Durch die langfristige Laufzeit von 10 Jahren wird die monatliche Rückzahlung entsprechend gering gehalten. Denn junge Menschen dürfen gerade zu Beginn ihrer Erwerbstätigkeit nicht noch zusätzlich durch hohe Kreditzinsen belastet werden! „Der Start ins Leben darf nicht mit einem hohen Schuldenberg verbunden sein!” Besonders ins Auge stechen die hohen Startkosten: Überhöhte Mieten und Maklergebühren, teure Wohnungseinrichtung und Vergebührung - all das kommt auf junge Hausstandsgründer zu. Tausende Euro, die neben den laufenden Kosten bezahlt werden müssen. Doch wie sollen junge Menschen, die ja noch wenig verdienen, das schaffen? Die erste Hausstandsgründung wird dadurch zu einem finanziellen Rucksack, der jahrelang schwer auf den Schultern junger Bürger lastet.
„Der Traum vom Eigenheim“
Ist das Eigenheim erst mal geschaffen, kommen nicht zu unterschätzende laufende Abgaben auf junge Bewohner zu. Zum einen die laufenden Abgaben für Wasser‐ und Stromverbrauch, Müll, Kommunalsteuer (Grundstückssteuer) und sonstige gemeindespezifische Gebühren hinzu. Wir fordern für junge Bewohner in den ersten 3 Jahren einen Erlass von Gemeindesteuern. Wohnen im Burgenland soll angenehm und nicht teuer sein.

„Wer nachhaltig baut, wird gefördert“
Entscheiden sich Häuslbauer für eine ökologisch nachhaltig verbesserte Bauweise wie z.B. ein Niedrigenergiehaus, Passivhaus, Energiegewinnung durch Solarzellen oder ähnlichen nachhaltigen Bauweisen, soll auch dies unterstützt werden. Dies gilt auch für Altbausanierungen durch erneuerbare Energien. Ganz im Sinne der Erreichung des Umweltschutzes und einer nachhaltigen Verbesserung ist es gerade für die Zukunft wichtig, diese Art von Bauten zu unterstützen. Wir Jungen wollen auch einen „day after tomorrow“ erleben. Wenn sich jemand zu umweltschonender Bauweise bekennt und bereits ist dafür ev. Höher anfallende Kosten in Kauf zu nehmen, muss dies unterstützt werden.
Der Missbrauch von Alkohol und Drogen stellt eine der größten Gefahren für unsere Jugend dar! Die Junge Volkspartei Burgenland spricht sich deshalb klar gegen jede Form des Alkohol- und Drogenmissbrauchs und damit auch gegen jede weitere Freigabe von Suchtmitteln aus. Vielmehr setzen wir uns für die Ausweitung und massive Förderung von Projekten und Initiativen zur Suchtprävention ein. Darüber hinaus treten wir für einen strengen Vollzug der bestehenden Gesetze und Verordnungen ein, die dafür geschaffen wurden, Jugendliche vor Alkohol und Drogen zu schützen. Dies schließt eine strikte Verfolgung und Bestrafung von Drogendealern ein. Bei der Behandlung von Menschen mit Alkohol- und Drogenproblemen setzen wir uns dafür ein, dass eine Therapie über den Entzug hinausgehen und die Ursachen des Suchtproblems behandeln muss. Zum Schutz unserer Generation vor Alkohol halten wir weiters die Einführung eines bundesweit einheitlichen Jugendschutzgesetzes für sinnvoll. Neben der Problematik der Alkohol- und Drogensucht, ist die der Gesundheitsgefährdung durch Nikotinkonsum in den letzten Jahren dramatisch angestiegen. Rauchen verursacht empfindliche Langzeitschäden für die Gesundheit junger Menschen. Wir sprechen uns deshalb für einen Präventionsschwerpunkt aus, der bereits in den Unterstufenschulklassen beginnen muss. Darüber hinaus sind vermehrte Maßnahmen über die gesundheitsschädlichen Folgen des Rauches, sowie über die Möglichkeiten der Raucherentwöhnung in der gesamten Bevölkerung zu setzen. Neben den Suchterscheinungen der Alkohol- und Drogenproblematik stellt die Spielsucht einen weiteren Schwerpunkt im jugendlichen Suchtpräventionsprogramm dar. Es handelt sich hierbei um die Themenbereiche „Wettsucht – inkl. Sportwetten“, „Automatenspielsucht“ sowie sonstige Süchte im Bereich des Glücksspiels, die zu einem zwanghaften und nicht mehr selbstbestimmenden Verhalten führen.

Die Junge ÖVP Burgenland ist der größte Event-Veranstalter im Burgenland. Die JVP hat bereits ein neues Jugendschutzgesetz-Plakat, ihren Eventleitfaden und ihr „Gentlemen‘s Agreement“, um zu gewährleisten, dass der Jugendschutz bestmöglich eingehalten werden kann, präsentiert.
Die Junge ÖVP hat über 100 Veranstaltungen pro Jahr in über 80 Ortsgruppen mit mehr als 50.000 Besuchern. Damit ist auch eine große Verantwortung verbunden. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und wollten daher einige Akzente setzen!
Von der Jungen ÖVP wurden bereits burgenlandweit viele Maßnahmen für den Jugendschutz initiiert.
Minderjährige)
Die Junge ÖVP Burgenland stellt allen Veranstaltungsorganisatoren ein kleines Event-Package zur Verfügung, das nicht nur von JVP-Ortsgruppen angefordert werden kann. Wir möchten es allen Jugendorganisationen im Burgenland zur Verfügung stellen, da Jugendschutz ein überparteiliches Thema sein muss. Hier setzt die JVP an und stellt das neue Jugendschutzgesetz übersichtlich für Eventveranstalter als Service-Leistung bereit. Es dient der Bewusstseinsbildung für die Veranstalter.
Beim Eintritt zu Festen und Eventen sind aus gesetzlichen Gründen Jugendschutzgesetz-Plakate (JSchG-Plakate) auszuhängen, die kurz und prägnant das Burgenländische Jugendschutzgesetz von 2002 zusammenfassen. Mit einer eigenen Serie von JSchG-Pakaten für unsere Ortsgruppen wollen wir die Veranstalter entlasten und in einfacher Weise gewährleisten, dass das Gesetz in gut sichtbarer Form jedem Gast bei den Events ersichtlich ist. Der Gesetzestext ist vom RIS (Rechtsinformationssystem ris.bka.gv.at) und garantiert Aktualität.
Es gibt speziell von Seiten der JVP einige wichtige Anhaltspunkte für die Organisation von Events im Burgenland als Jugendorganisation. Gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft hat die JVP Burgenland eine Checkliste erstellt mit wichtigen Infos und Tipps, die wir unseren Ortsgruppen zur Verfügung stellen. (Nähere Informationen erhältst du im Landesbüro)

Die Suchtprävention ist offensiv im Rahmen der ‚Streetworker’ zu führen und an die Schulen sowie in die Ausbildungsbetriebe zu tragen. Hierfür soll mindestens halbjährlich ein Schwerpunktthema zur Verfügung stehen, was anhand eines Seminars bzw. Ausflugs – sprich nicht im Frontalunterricht – erörtert und diskutiert wird.
Die Beratungsstellen für Suchtverhalten sind offensiv zu fördern und in ihrer Bekanntheit zu steigern. Zudem hat eine Imagekampagne stattzufinden, die das Image derartiger Stellen in der gesellschaftlichen und jugendlichen Wertvorstellung hebt und bereichert, sodass die Hemmschwelle, derartige Hilfe bzw. Beratung in Anspruch zu nehmen sinkt.
Wir fordern eine zweckgebundene Abgabe auf alkoholische Getränke und Tabakwaren, durch die Präventions- und Entwöhnungsangebote finanziert werden sollen.
Bei der Abgabe von alkoholischen Getränken und Tabakwaren ist auf eine strengere Einhaltung der Gesetze zu achten. Wir fordern deshalb strengere Kontrollen, sowie härtere Strafen für Gaststätten und Trafikanten, die gegen die geltenden gesetzlichen Bestimmungen verstoßen. Diese Strafen sollen bis zum Entzug der Gewerbeberechtigung gehen.
Die Junge Volkspartei setzt sich dafür ein, folgende gesetzliche Regelungen betreffend des sog. „Kleinen Glücksspiels“ zu ermöglichen:
Das Leben eines Jugendlichen ist vielfältig – und ebenso vielschichtig. In der Pubertät ist man einer Vielzahl von Versuchungen und Verlockungen ausgesetzt – man streift an viele Risikogruppen. Beginnend von Nikotin und Alkohol bis hin zu Liebeskummer und Problemen im generellen Selbstfindungsprozess. Seit knapp 2 Jahren ist aber eine weitere Tendenz zu beobachten, die derzeit nicht nur medial wenig beachtet, sondern generell mehr ignorierend toleriert als entgegentretend bekämpft wird: Die Glückspielsucht.

Als Junge Volkspartei bekennen wir uns zur Ökosozialen Marktwirtschaft als dem wirtschaftlichen System, das den Leistungswillen des einzelnen mit dem sozialen Ausgleich in der Gesellschaft und einem schonenden Umgang mit der Umwelt am besten verbindet.
Die ökosoziale Marktwirtschaft wird durch die Prinzipien der freien Berufs- und Arbeitsplatzwahl, der freien Konsumwahl, des freien Wettbewerbs, der sozialen Gerechtigkeit, sowie der Nachhaltigkeit des Handelns bestimmt.
Einen wichtigen Teil einer funktionierenden ökosozialen Marktwirtschaft stellt die Verwirklichung des Prinzips der Sozialen Gerechtigkeit dar. Risiken, die der einzelne Mensch nicht alleine tragen kann (Erwerbslosigkeit durch Krankheit, Arbeitslosigkeit, Versorgung im Alter,...) müssen gemeinschaftlich mit Hilfe der öffentlichen Hand getragen werden. Aus diesem Grund treten wir für ein funktionierendes Gesundheits- und Sozialsystem in Österreich ein. Soziale Gerechtigkeit kann es nur dann geben, wenn sie mit der Leistungsbereitschaft des einzelnen verbunden ist. Daher sprechen wir uns gegen jeden Missbrauch des Sozialsystems aus. Menschen, die nicht bereit sind, sich am Arbeitsprozess zu beteiligen und eine Leistung zu erbringen, haben auch kein Anrecht darauf, von der Gemeinschaft unterstützt zu werden. Wer jedoch unverschuldet nicht oder nur teilweise in der Lage ist, sich an der Leistungsgesellschaft zu beteiligen, hat Anspruch auf Hilfe und Unterstützung durch die öffentliche Hand.
Als wichtigste Säule unserer Wirtschaft sind dabei die klein- und mittelständischen Unternehmen besonders zu unterstützen. Dazu ist vor allem eine verstärkte Förderung der Regionalwirtschaft notwendig. Auf Wirtschaftszweige, deren Wertschöpfung zur Gänze den Menschen in Österreich zugute kommt, ist dabei besonders bedacht zu nehmen. (Tourismus, Erneuerbare Energien, Nahversorgung, Landwirtschaft, Dienstleistungssektor,...) In diesen Wirtschaftszweigen sind, um einen fairen Wettbewerb sicherzustellen, entsprechende gesetzliche, infrastrukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen, in Form von Fördermodellen, zu schaffen und weiter auszubauen. Einen zukunftsträchtigen und erfolgreichen Wirtschaftsstandort Österreich wird es nur dann geben, wenn es uns gelingt, von der Globalisierung und von der Regionalisierung der Wirtschaft gleichermaßen zu profitieren!

Ein gesunder Staat kann nur dann für die wirtschaftliche und soziale Sicherheit seiner Bürger garantieren, wenn die dazu notwendige Handlungsfreiheit gegeben ist. Staatsschulden schränken diese Handlungsfreiheit massiv ein und gefährden die Chancen aller zukünftigen Generationen auf wirtschaftlichen Erfolg, Arbeit, Wohlstand und soziale Sicherheit. Aus diesem Grund fordern wir, als junge Generation im Sinne der Partnerschaft zwischen den Generationen und der Nachhaltigkeit, den Schuldenstand nachhaltig einzudämmen und abzubauen, um den Handlungsspielraum künftiger Generationen nicht zu gefährden, sondern auszubauen. Dazu notwendig ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den vorhandenen finanziellen Ressourcen. Ausgaben der öffentlichen Hand sind deshalb genauestens auf ihre Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit zu überprüfen. Ziel der österreichischen Finanzpolitik muss es deshalb sein, ein mittelfristig ausgeglichenes Budget zu erwirtschaften.
Die Rolle des Staates soll sich im System der ökosozialen Marktwirtschaft darauf beschränken, die entsprechenden gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen und Anreize dafür zu schaffen, diese Prinzipien zu verwirklichen. Aus diesem Grund soll der Staat nur dann selbst als Unternehmer auftreten, wenn dies zur Sicherung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unbedingt notwendig ist. Daher sprechen wir uns gegen jede Verstaatlichung der Wirtschaft und Industrie aus, befürworten jedoch die Bereitstellung der für eine funktionierende Wirtschaft notwendigen Infrastruktur durch die öffentliche Hand.

Ein nachhaltig funktionsfähiger Wirtschaftsstandort und Sozialstaat kann nur dann sichergestellt werden, wenn es für die Menschen in unserem Land ausreichend Arbeit und Beschäftigung gibt. Gerade für junge Menschen bedeutet ein sicherer Arbeitsplatz die Grundvoraussetzung zum Aufbau der eigenen Existenz. Aus diesem Grund sind alle Anstrengungen der nächsten Jahre darauf zu richten, das Ziel der Vollbeschäftigung zu erreichen.
Da junge Menschen und Familien eine größere finanzielle Belastung haben, wünscht sich die JVP eine Abflachung der Lebenseinkommenskurve sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der Privatwirtschaft. Da die öffentlichen Bereiche hier als Vorbild voran gehen müssen, fordert die JVP Burgenland höhere Einstiegseinkommen junger Mitarbeiter im Landes- und Bundesdienst.
Österreich ist einer der effizientesten Wirtschaftsstandorte der Welt. Dieser Wettbewerbsvorteil, der den hochqualifizierten und flexiblen Fachkräften in unserem Land zu verdanken ist, muss unbedingt gehalten und ausgebaut werden. Dazu sind die weitere Förderung von flexiblen Arbeits- und Beschäftigungsformen und die daraus resultierenden Änderungen im Arbeitsrecht notwendig. Der Schutz des Arbeitsnehmers vor Ausbeutung darf dabei jedoch nicht zu kurz kommen.
Die Rolle des Arbeitsmarktservice als reine Arbeitsvermittlung ist zu überdenken. Der Bedarf der Wirtschaft nach hochqualifizierten Arbeitskräften ist nur dann zu decken, wenn Arbeitssuchende die für sie und ihre Bedürfnisse maßgeschneiderte und hochqualitative Weiterbildung erhalten und dazu verpflichtet werden, diese auch in Anspruch zu nehmen. Bei der Erstellung von Programmen zur Weiterqualifizierung ist daher ein verbesserter Kontakt zur Wirtschaft als auch eine individueller Betreuung von Arbeitssuchenden auch in Richtung Prävention von Arbeitslosigkeit sind neue Schwerpunkte zu setzen. Aus diesem Grund soll das AMS künftig auch die Weiterqualifizierung von Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten fördern.
Die Vernetzung zwischen Schule und Wirtschaft ist weiter zu stärken. Für Schüler ist es deshalb wichtig, schon frühzeitig Kontakte mit Wirtschaftsbetrieben knüpfen und sich über ihre Berufsmöglichkeiten praxisorientiert informieren zu können. Deshalb fordern wir die verpflichtende Berufsorientierung für alle Schüler ab der 7. Schulstufe im Ausmaß von mindestens 2 Wochenstunden, durchgeführt von schulexternen Experten.
Schulen haben im Rahmen der Schulautonomie und der standortbezogenen Schulentwicklung verstärkt die Aufgabe, auf die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft zu reagieren. Dazu sind intensivere Kooperation zwischen Höheren Schulen und Wirtschaftsbetrieben auf regionaler Ebene notwendig, um Schüler besser auf die Anforderungen des regionalen Arbeitsmarktes und der Wirtschaft vorzubereiten und Jugendlichen damit eine berufliche Zukunft in ihrer Region zu ermöglichen.

Die Vorbereitung von Studierenden auf ihren Eintritt in den Arbeitsmarkt ist weiter zu verbessern, um die Akademikerarbeitslosigkeit zu verringern. Dazu ist es notwendig die Praxisorientierung des Studiums zu erhöhen, ohne dabei jedoch die Qualität der wissenschaftlichen Ausbildung zu gefährden. Deshalb setzen wir uns für die Einführung von Berufspraktikumsmöglichkeiten während des Studiums ein, um es allen Studierenden zu ermöglichen bereits während ihrer Studienzeit Kontakte zur Wirtschaft zu knüpfen und vermehrt praktische Erfahrungen zu sammeln. Die Vermittlung dieser Praktikumsstellen sollte gemeinsam von Universitäten und Wirtschaftskammer organisiert werden. Zur gezielten Vorbereitung von Studienabsolventen auf den Übertritt ins Berufsleben soll für die letzten 6 Monate des Studiums eine begleitende „Studienausgangsphase“ geschaffen werden. Studierende sollen gezielt über ihre weiteren Berufsmöglichkeiten informiert und bei der Inanspruchnahme von Jobchancen betreut werden.
Zunehmend mehr Jugendliche in Österreich nutzen die Perspektive des eigenen Unternehmens für ihr berufliches Weiterkommen. Aus diesem Grund ist die Gründung von Unternehmen durch die öffentliche Hand weiter zu fördern.
So genannte ‚Start-Up-Unternehmen’ – sprich Unternehmungen von Jungunternehmern, die mit innovativen Ideen als Neugründung in den Wettbewerb gehen – sind mit zinsfreien Krediten zu unterstützen. Es soll angedacht werden, bei Vorlage einer schlüssigen Finanz- und Marktplanung mit positiver Zukunftsaussicht zusätzliche Förderungen innerhalb der ersten 2 Jahre der Unternehmung zu gewährleisten um eine Etablierung am Markt zu ermöglichen.
Wir fordern eine Förderung von neu gegründeten Unternehmen bei der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Der erste neue Arbeitnehmer, der in einem Start-Up Unternehmen beschäftigt wird, soll im ersten Jahr durch ein Kombi Lohn Modell in Höhe von 50% der anfallenden Lohnkosten gefördert werden. Die dadurch verminderte finanzielle Belastung des Unternehmens bei der Schaffung von Arbeitsplätzen erhöht den Anreiz zur Expansion und zur Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze, verringert das finanzielle Risiko und erhöht damit die Überlebenschancen des Unternehmens am freien Markt.
Der Hauptgrund für das Scheitern eines neu gegründeten Unternehmens innerhalb der ersten drei Jahre liegt in einer verfehlten Finanzplanung. Somit stellt der langfristige Umgang mit finanziellen Ressourcen für viele Jungunternehmer die größte Herausforderung des Unternehmerseins dar. Aus diesem Grund fordern wir eine verpflichtende Beratung von Jungunternehmern bei der Finanzplanung während der ersten 3 Jahre ihrer unternehmerischen Tätigkeit, deren Kosten von Seiten der öffentlichen Hand gefördert wird.
Junge Unternehmer gehen mit dem Weg in die Selbstständigkeit ein hohes finanzielles und soziales Risiko ein. Vor allem im Fall des Scheiterns der eigenen Unternehmensidee verfügen Unternehmer über keinerlei soziales Netz, da sie nicht gegen Arbeitslosigkeit versichert sind. Junge Unternehmer sollen sich absichern können, für den Fall der Fälle. Zur nötigen Risiko-Kultur gehört auch das Recht auf eine zweite Chance. Aus diesem Grund fordern wir eine freiwillige Arbeitslosenversicherung für junge Unternehmer mit einem fairen Beitragssatz.
Die zunehmende Flexibilität des österreichischen Arbeitsmarktes bedingt eine starke Zunahme der Anzahl an atypischen Beschäftigungsverhältnissen (Werkverträge, freie Dienstverträge). Für viele junge Menschen ist der Umstieg aus der Schule oder vom Angestelltendasein in ein atypisches Beschäftigungsverhältnis eine große und oftmals verwirrende Herausforderung, bei deren Bewältigung sie von Seiten des Staates und der Interessensvertretungen begleitet, betreut und unterstützt werden müssen.

Wir fordern deshalb Überlegungen seitens der Bundesregierung zur Schaffung eines einheitlichen Arbeitsrechtes für sämtliche Beschäftigungsverhältnisse anzustellen. Dieses neue Arbeitsrecht soll die derzeit unübersichtlichen, teilweise widersprüchlichen und uneindeutigen Regelungen ablösen und für alle Beschäftigungsverhältnisse einen gleichermaßen qualitativ hochwertigen rechtlichen Status gewähren. Auch die Vereinfachung des Steuer- und Beihilfenrechts ist unbedingt in Angriff zu nehmen.
Darüber hinaus treten wir für die Schaffung einer allgemeinen Informations- und Beratungsstelle für sämtliche Fragen des Arbeits- und Sozialrechts ein, welche sowohl von Arbeitnehmern wie auch von Arbeitgebern kostenlos in Anspruch genommen werden kann. Eine solche Stelle könnte ohne Mehraufwand durch Zusammenarbeit der bereits bestehenden Einrichtungen bewerkstelligt werden.
Um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen ist es notwendig eine politische Forderung der Jungen ÖVP umzusetzen und die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten umzusetzen. Daraus würden sich auch neue Chancen am Arbeitsmarkt ergeben, da momentan rund 90 Prozent der in Privathaushalten Beschäftigten in keinem legalen Dienstverhältnis stehen und so dem Staat jährlich ca. 150 Millionen Euro entgehen.
Sicher sicher! lautet die Devise. Jugendliche wollen Grenzen austesten, neuartige Dinge ausprobieren und nicht in alte Muster verfallen und dennoch ist Sicherheit in allen Bereichen wichtig. Und selbst das Jugendschutzgesetz deckt nur einen gewissen Lebensbereich ab. Umso wichtiger ist dessen Einhaltung nicht nur von Jugendlichen selbst, sondern der gesamten Umgebung. Aber in vielen Bereichen muss noch Sicherheit geschaffen werden, zB. in öffentlichen Bereichen und im Internet.
„Jugendschutz – aber sicher!“
Nicht nur Jugendlichen sollten sanktioniert werden, auch Erwachsene, Eltern, Betriebe. Als die „Party - Löwen“ und „Event - Veranstalter“ Burgenlands wissen wir auf was zu achten ist. Allerdings fordern wir auch von anderen die Einhaltung des Jugendschutzgesetztes und vielmehr die Vorbildwirkung von erwachsenen Personen. Es können nicht nur Jugendliche für Fehlverhalten angeprangert werden.
Ein Internetzugang und diverse Services im Internet sind für Jugendliche heutzutage unverzichtbar. Wir sind die Generation, die mit Web.2.0 aufgewachsen ist und diese auch zu nutzen weiß. Das Internet kann oft hilfreich sein um bürokratische Wege, Bankgeschäfte und diverse Shopping-touren online zu erledigen. Außerdem ermöglicht es weltweite Kommunikation und ist Voraussetzung für schnelle Informationsgewinnung. Aber! Unwissenheit schützt vor Problemen mit dem Internet nicht! Spam, Viren und sonstige Gefahren sind wir bei jedem online-Gang ausgesetzt. Wir fordern von allen burgenländischen Internetanbietern eine zusätzliche firewall, gratis Virenschutz und eine kompetente Servicestelle, an die man sich 24h täglich wenden kann.